Bewertung:

In den Rezensionen wird der doppelte Charakter des Buches über Teresa von Avila hervorgehoben, indem seine Klarheit und Tiefe gelobt, aber auch erhebliche Kritik an der Formatierung und dem emotionalen Gehalt des Textes geäußert wird.
Vorteile:Das Buch ist schön gestaltet, leicht zu lesen und informativ, es bietet eine klare Sprache und meisterhafte Einblicke in Teresas Mystik und Leben. Professor Eire wird für seine gründliche Erforschung der verschiedenen Interpretationen von Teresas Werk gelobt.
Nachteile:Einige Leser hatten Probleme mit dem physischen Buch, z. B. dass die Seiten nicht in der richtigen Reihenfolge waren und Inhalte fehlten. Darüber hinaus war der allzu akademische Ton des Buches enttäuschend für diejenigen, die eine persönlichere oder spirituellere Note erwarteten, denn es fehlte an Wärme oder einer tieferen Auseinandersetzung mit Teresas visionären Erfahrungen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Life of Saint Teresa of Avila: A Biography
Das Leben und die vielen Nachleben eines der dauerhaftesten mystischen Testamente, die je geschrieben wurden
Das Leben der heiligen Teresa von Avila gehört zu den bemerkenswertesten Berichten, die je über die menschliche Begegnung mit dem Göttlichen geschrieben wurden. Das Leben ist eigentlich gar keine Autobiografie, sondern eher ein Bekenntnis, das eine Nonne für die Inquisitoren geschrieben hat, deren Schwärmereien und mystische Behauptungen Verdacht erregt haben. Trotz seiner problematischen Ursprünge hat das Buch die christliche Spiritualität fünf Jahrhunderte lang tiefgreifend beeinflusst und Bewunderung bei so unterschiedlichen Lesern wie Mystikern, Philosophen, Künstlern, Psychoanalytikern und Neurologen hervorgerufen. Wie konnte ein Manuskript, das einst von der spanischen Inquisition unter Verschluss gehalten wurde, zu einem der inspirierendsten religiösen Bücher aller Zeiten werden?
Der Gewinner des National Book Award, Carlos Eire, erzählt die Geschichte dieses unvergleichlichen spirituellen Meisterwerks, untersucht seine Entstehung und Rezeption im 16. Jahrhundert, die verschiedenen Arten, wie seine mystischen Lehren im Laufe der Zeit interpretiert und umgedeutet wurden, und seinen anhaltenden Einfluss in unserem eigenen säkularen Zeitalter. Das Leben wurde zu einem ikonischen Text der Gegenreformation, wurde im Spanien Francos verehrt und wird heute als feministisches Manifest, als literarisches Werk und sogar als weltlicher Text gelesen. Doch wie Eire in diesem lebendigen und anregenden Buch zeigt, ist Teresas Bekenntnis ein Schrei des Herzens zu Gott und eine kühne Darstellung der mystischen Theologie als Suche nach Liebe.
Dies ist der unverzichtbare Begleiter des Lebens, das Zeugnis einer Frau über die Realität mystischer Erfahrung und eine zeitlose Bestätigung des endgültigen Triumphs des Guten über das Böse.
-- "Paradigm Explorer".