Sterben lernen in Miami: Bekenntnisse eines Flüchtlingsjungen

Bewertung:   (4,5 von 5)

Sterben lernen in Miami: Bekenntnisse eines Flüchtlingsjungen (Carlos Eire)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Die Rezensionen zu Carlos Eires „Sterben lernen in Miami“ heben die erzählerische Tiefe und die emotionale Resonanz des Buches hervor, insbesondere weil es die Reise des Autors als kubanischer Einwanderer beschreibt. Die Leserinnen und Leser schätzen Eires Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, und die Art und Weise, wie er tiefgreifende Themen wie Identität, Verlust und Widerstandskraft im Angesicht von Widrigkeiten miteinander verwebt. Viele empfehlen, dieses Buch nach „Warten auf Schnee in Havanna“ zu lesen, um die Erfahrung zu vertiefen. Allerdings gibt es einige Selbstbeweihräucherungen des Autors, die manche als irritierend empfinden, und einige Stellen mit starker Sprache, die das Leseerlebnis für manche beeinträchtigen könnten.

Vorteile:

Häufig gelobt werden Eires meisterhafte Erzählweise, die reichhaltigen Emotionen, die tiefen Einblicke in die Erfahrungen von Einwanderern, die lebendige Darstellung der Charaktere, die nachvollziehbaren Themen Widerstandsfähigkeit und Identität sowie die hervorragende Verwendung der Sprache. Viele Rezensenten halten das Buch für inspirierend und für eine würdige Fortsetzung, die das Verständnis für Eires Leben und seine Kämpfe verbessert.

Nachteile:

Einige Leser empfinden den Hang der Autorin zum Eigenlob als irritierend. Einige erwähnen die starke Sprache, die möglicherweise nicht für alle Leser geeignet ist. Die emotionale Wucht einiger Erlebnisse könnte für diejenigen, die empfindlich auf Themen wie Trauma und Verlust reagieren, schwierig zu lesen sein.

(basierend auf 103 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Learning to Die in Miami: Confessions of a Refugee Boy

Inhalt des Buches:

(Fortsetzung der persönlichen Saga, die in dem mit dem National Book Award ausgezeichneten Buch Waiting for Snow in Havana begonnen wurde, der inspirierenden, traurigen, lustigen und verblüffend schönen Geschichte eines Jungen, der durch die kubanische Revolution entwurzelt und in den Jahren der Kennedy-Regierung nach Miami verpflanzt wurde).

In seinen 2003 mit dem National Book Award ausgezeichneten Memoiren Waiting for Snow in Havana (Warten auf Schnee in Havanna) schildert Carlos Eire sein Erwachsenwerden in Kuba kurz vor und während der Castro-Revolution. Das Buch endet buchstäblich in der Luft, als der elfjährige Carlos und sein älterer Bruder Havanna 1962 zusammen mit Tausenden anderer Kinder in einem Flugzeug verlassen, um ihr neues Leben in Miami zu beginnen. Es sollte Jahre dauern, bis er seine Mutter wiedersehen würde. Seinen geliebten Vater würde er nie wieder sehen.

Learning to Die in Miami beginnt mit der Landung des Flugzeugs, und Carlos sieht seinem neuen Leben mit Bangen und Aufregung entgegen. Schnell wird ihm klar, dass sein kubanisches Ich "sterben" muss, damit sein neues amerikanisches Ich zum Vorschein kommen kann. Und so beginnt er seine Reise mit großer Unternehmungslust und Zielstrebigkeit.

Wir folgen Carlos, wie er sich an das Leben in seiner neuen Heimat gewöhnt. Mit dem Erlernen der englischen Sprache, dem Besuch amerikanischer Schulen und einer ungewissen Zukunft konfrontiert, sieht sich der junge Carlos mit dem uralten Problem der Einwanderer konfrontiert: Er ist von amerikanischen Reichtümern umgeben, kann aber nicht sofort daran teilhaben. Der Reichtum, den Amerika zu bieten hat, erregt ihn, und ungeachtet dessen, wie trostlos seine Lebenssituation wird, treibt er sein persönliches Assimilationsprogramm eifrig voran, wobei er die Überreste seines alten Lebens fast sofort ablegt und sogar seinen Namen in Charles ändert. Kuba wird zu einer entfernten und vagen Idee in seinem Hinterkopf, etwas, das er früher gut kannte, das aber jetzt "aufgehört hatte, Teil der Welt zu sein".

Doch während Carlos sich in seiner fremden Umgebung zurechtfindet, muss er auch mit den alltäglichen Problemen des Erwachsenwerdens kämpfen. Sein ständiger Wechsel zwischen Pflegefamilien und die Erkenntnis, dass seine Eltern weit weg in Kuba sind, machen ihm bewusst, dass sich sein Leben unwiderruflich verändert hat. Indem er zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her springt, beobachten wir, wie Carlos die Kluft zwischen seinem früheren und seinem jetzigen Zuhause überwindet und sich in dieser seltsamen neuen Welt zurechtfindet, einer Welt, die das berauschende Versprechen unendlicher Möglichkeiten zu enthalten scheint und die er schließlich als seine eigene beanspruchen wird.

Learning to Die in Miami ist ein Exorzismus und eine Ode an die Erneuerung - an jene Momente, in denen wir sicher sind, dass wir gestorben sind, und dann irgendwie auf wundersame Weise wiedergeboren werden.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781439181911
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch

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