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The Neuro-Image: A Deleuzian Film-Philosophy of Digital Screen Culture
Mit dem Argument, dass sich der heutige Zuschauer durch das Gehirn einer Figur bewegt, anstatt durch ihre Augen oder ihre mentale Landschaft zu schauen, nähert sich dieses Buch dem globalisierten Kino des 21. Jahrhunderts durch das Konzept des Neuro-Bildes.
Jahrhunderts durch das Konzept des Neuro-Bildes. Pisters erklärt, warum dieses Konzept gerade jetzt entstanden ist, und erläutert seine dreifache Natur anhand von Forschungsergebnissen aus drei Bereichen - der (schizoanalytischen) Philosophie von Deleuz, der digitalen vernetzten Bildschirmkultur und der neurowissenschaftlichen Forschung. Diese Bereiche kehren in der dreiteiligen Struktur des Buches wieder.
Im ersten Teil über das Gehirn als Neurobildschirm werden vielfältige Verbindungen zwischen Filmtheorie, Geisteskrankheit und kognitiver Neurowissenschaft aufgezeigt. Im zweiten Teil werden Neuro-Bilder aus philosophischer Sicht untersucht, wobei ihre ontologischen, epistemologischen und ästhetischen Dimensionen besonders berücksichtigt werden.
Politische und ethische Aspekte des Neuro-Bildes werden im dritten Teil diskutiert. Dabei werden Themen wie die Allgegenwart der Überwachung, die Verwischung von Falschem und Realem, die affektiven Kräfte des Neobarock sowie die Verwendung von Neurobildern in Politik, historischem Gedächtnis und Krieg behandelt.