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Paradise in Antiquity: Jewish and Christian Views
Die soziale und intellektuelle Vitalität des Judentums und des Christentums in der Antike beruhte zu einem großen Teil auf ihrer Fähigkeit, eine tragfähige transzendente Hoffnung für die menschliche Existenz zu formulieren.
Erzählungen vom Paradies - basierend auf dem konkreten Symbol des Gartens der Lüste - spielten für Juden, Christen und schließlich auch für Muslime eine zentrale Rolle. Die Aufsätze in diesem Band beleuchten die vielfältigen hermeneutischen Perspektiven auf das biblische Paradies, vom Judentum des Zweiten Tempels und den christlichen Ursprüngen bis hin zu den systematischen Darstellungen von Augustinus und der rabbinischen Literatur.
Sie zeigen, dass frühe christliche und jüdische Quellen zwar auf Texte aus derselben Bibel zurückgreifen, ihre Vorstellungen vom Paradies aber oft die höchst unterschiedlichen Strukturen der beiden Schwesterreligionen widerspiegeln. In diesen Aufsätzen, die sich mit einer Vielzahl von Texten befassen, werden wichtige Themen wie die allegorischen und wörtlichen Interpretationen des Paradieses, die Spannung zwischen Himmel und Erde und die physische Lage des Paradieses in Raum und Zeit untersucht.