Bewertung:

Bockmuehls „Dieser Jesus“ plädiert für eine historisch kohärente Sicht von Jesus, die sein Leben mit dem Glauben der frühen Kirche verbindet und gleichzeitig die Trennung zwischen dem „historischen Jesus“ und dem „Christus des Glaubens“ in Frage stellt. Das Buch stützt sich auf verschiedene historische Quellen und betont den jüdischen Kontext Jesu, um seine These zu untermauern.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und bietet eine schlüssige Analyse, die eine Vielzahl wissenschaftlicher Materialien zusammenfasst. Es stellt eine starke Verbindung zwischen Jesus und dem frühen christlichen Glauben her und bleibt dabei in seinem historischen Ansatz kontextbezogen. Die Einblicke in die jüdische Kultur des ersten Jahrhunderts und die Erörterung der apokryphen und pseudepigraphischen Quellen regen zum Nachdenken an und sind eine Bereicherung.
Nachteile:Einige Leser könnten Bockmuehls Verwendung von nicht-kanonischen Quellen und rabbinischer Literatur als kontrovers empfinden, da diese die traditionellen protestantischen Ansichten in Frage stellen können. Die Kürze des Buches könnte auch dazu führen, dass einige Themen zu kurz kommen, was diejenigen, die eine umfassendere Studie suchen, frustrieren könnte.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
This Jesus
Dieses knappe, aber sehr nachdenklich stimmende Werk über den historischen Jesus von Markus Bockmuehl geht davon aus, dass der historische Mensch Jesus nicht vom Christus des Glaubens getrennt werden kann.
Indem er ein traditionelles Argument aufgreift und es mit feinster Gelehrsamkeit prägt, bezieht sich Bockmuehl auf eine breite Palette kanonischer und nicht-kanonischer historischer Texte, die von den römischen Historikern Tacitus und xxx bis zum jüdischen Historiker Josephus und durch christliche Quellen sowie die Evangelien reichen. Seine Schlussfolgerung lautet, dass Jesus zwar der Messias war, aber nicht der Messias, den seine Zeitgenossen erwarteten.