Bewertung:

Die Rezensionen von Oscar Wildes „Das Porträt des Mr. W.H.“ beschreiben es als eine fesselnde Erforschung der Identität von Mr. W.H., dem Adressaten von Shakespeares Sonetten. Die Erzählung vermischt literarische Analyse und spekulative Fiktion und stellt eine einzigartige These über einen jungen Schauspieler, Willie Hughes, als Shakespeares Muse auf. Rezensenten schätzen Wildes wortgewandte Prosa und seine Fähigkeit, tiefgründige Themen wie Liebe, Kunst und Ästhetik in die Geschichte zu verweben, was sie sowohl für Shakespeare- als auch für Wilde-Liebhaber interessant macht. Einige kritisieren jedoch den zweideutigen Ton und fragen sich, ob es sich um ein ernstes Stück oder lediglich um eine augenzwinkernde Geschichte handelt.
Vorteile:⬤ Reichhaltige Prosa und wortgewandte Erforschung der Themen
⬤ verbindet literarische Analyse mit Fiktion
⬤ faszinierende Spekulationen über Shakespeares Werke
⬤ bietet einzigartige Interpretationen und Einsichten
⬤ unterhaltsam für Fans von Wilde und Shakespeare.
Der zweideutige Ton lässt den Leser im Unklaren darüber, ob er das Buch ernst nehmen soll oder nicht; manche mögen es eher als Essay denn als traditionelle Erzählung empfinden.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
The Portrait of MR W.H.
Während eines Gesprächs über literarische Fälschungen erzählt Erskine seinem jungen Gast, dass er als Vermächtnis von einem Freund, dem Cambridge-Gelehrten Cyril Graham, ein angebliches elisabethanisches Porträt erhalten hat. Das Gemälde zeigt einen schönen jungen Mann in einem Kostüm aus dem späten sechzehnten Jahrhundert, von dem Graham behauptet, es handele sich um Willie Hughes, einen jungen Schauspieler, der in Shakespeares Ensemble diente.
Dies veranlasst Erskines Gast, dem Geheimnis der wahren Identität des Widmungsträgers und der Inspiration für Shakespeares Sonette auf den Grund zu gehen - mit unvorhersehbaren Folgen. Weit davon entfernt, eine trockene Darstellung einer literarischen Theorie zu sein, ist Das Bildnis des Herrn W.
H. - das der Autor selbst als eines seiner „frühen Meisterwerke“ bezeichnete - eine fesselnde und unterhaltsame Erzählung, die die komplizierten Facetten von Vertrauen und Verrat, historischer Wahrheit und Fiktion erforscht, geschrieben mit der für Wilde typischen dialogischen Schärfe und stilistischen Perfektion.