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Debating Modern Monetary Theory
Dieses Buch befasst sich mit den theoretischen und empirischen Behauptungen der modernen Geldtheorie (MMT) in Industrie- und Entwicklungsländern. Es ist als eine Debatte zwischen führenden MMT-Theoretikern und MMT-Kritikern aufgebaut.
Die MMT hat die Mainstream-Ökonomie herausgefordert und sie gezwungen, zu reagieren, vor allem in den USA. Dies ist ein seltenes, fast unbekanntes Ereignis für die heterodoxe Wirtschaftswissenschaft in den letzten Jahrzehnten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die MMT bei einem breiten Spektrum von Wissenschaftlern große Aufmerksamkeit erregt hat. Noch weniger überraschend ist es, dass die MMT zum theoretischen Vehikel der Wahl für politische Aktivisten geworden ist, die sich gegen Sparmaßnahmen aussprechen. Ihr Einfluss ist bemerkenswert und hat sich allmählich auf andere soziale Disziplinen ausgeweitet, sogar auf die Kulturtheorie. Darüber hinaus scheinen die politischen Reaktionen mehrerer Regierungen auf das Koronavirus, insbesondere die außerordentliche Ausweitung der Zentralbankbilanzen im Jahr 2020, die MMT in der Praxis zu unterstützen.
Dieser Band trägt der zunehmenden Popularität der MMT Rechnung und befasst sich eingehend mit ihren theoretischen Behauptungen, denn Popularität ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit theoretischer Richtigkeit. Außerdem werden die Aussagen der MMT zur Steuer- und Geldpolitik im Hinblick auf die Auswirkungen der Pandemiekrise auf die öffentlichen Ausgaben und die Staatsverschuldung untersucht. Es ist kein Zufall, dass die stärkste Unterstützung für die MMT, sowohl in der Theorie als auch in der Politik, in den USA zu finden ist, da die MMT-Schlussfolgerungen stark auf einer genauen institutionellen Analyse der Finanzierungsmechanismen der US-Regierung beruhen.
Die Kapitel in diesem Buch wurden ursprünglich als Sonderausgabe von The Japanese Political Economy veröffentlicht.