Bewertung:

Das Buch enthält eine ausführliche Biografie von William E. Dodd, dem US-Botschafter in Deutschland während des Aufstiegs der Nazis. Es untersucht seine diplomatischen Herausforderungen, sein persönliches Leben und seine historische Bedeutung und vergleicht sie mit anderen Werken über denselben Zeitraum.
Vorteile:Die Biografie ist gut geschrieben und bietet einen aufschlussreichen Kontext über die Nazizeit aus amerikanischer Sicht. Sie ist gut recherchiert und bietet eine gründliche Untersuchung von Dodds Leben und der komplexen politischen Landschaft der damaligen Zeit. Viele Leser empfanden es als lehrreich und erhellend, da es Dodds Zivilcourage und die Verwicklungen der amerikanisch-deutschen Beziehungen im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs hervorhebt.
Nachteile:Einige Leser fanden den Schreibstil trocken und übermäßig akademisch, was das Lesen erschwerte. Kritiker merkten an, dass die Detailfülle überwältigend sein könnte, was darauf hindeutet, dass das Buch in erster Linie für Wissenschaftler oder Personen mit einem besonderen Interesse an Dodd oder dieser historischen Periode interessant sein könnte. Es wird erwähnt, dass das Buch langweilig sei und bessere Schreibkenntnisse erfordere.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
Democrat and Diplomat: The Life of William E. Dodd
Robert Dallek, eine Koryphäe auf dem Gebiet der politischen Biographie - Autor des Pulitzerpreis-Finalisten Nixon und Kissinger und der New York Times-Bestseller-Biographie über John F. Kennedy - bietet hier einen Blick auf das Leben von William Dodd, einem amerikanischen Diplomaten, der in Nazi-Deutschland stationiert war. Als aufschlussreicher historischer Bericht enthüllt Demokrat und Diplomat die dunkle Schattenseite des Deutschlands der 1930er Jahre und erforscht die schreckliche Last derer, die den kommenden Horror erkannten.
Dodd war von 1933 bis 1937 US-Botschafter in Deutschland und kam mit seiner Frau und seiner Tochter in Berlin an, als Hitler gerade die Kanzlerschaft übernahm. Als unwahrscheinlicher Kandidat für den Posten - und nicht die erste Wahl von Präsident Roosevelt - erkannte Dodd schnell, dass die Lage in Deutschland viel schlimmer war, als man in Amerika dachte. Sein anfänglicher Optimismus wurde bald durch düstere Berichte über die Behandlung der jüdischen Bürger und seinen Pessimismus über die Zukunft Deutschlands und Europas ersetzt. In den USA stieß Dodd auf wenig Gegenliebe und geriet während seiner Zeit als Botschafter wiederholt mit dem Außenministerium und der Nazi-Regierung aneinander. Schließlich trat er zurück und kehrte verzweifelt und gesundheitlich angeschlagen nach Amerika zurück.
Dodds Geschichte wurde im vergangenen Jahr durch Erik Larsens New York Times-Bestseller Der Garten der Tiere ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Dalleks Biografie, die 1968 zum ersten Mal veröffentlicht wurde und nun erstmals als Taschenbuch vorliegt, erzählt die vollständige Geschichte des Mannes und seiner zum Scheitern verurteilten Jahre in der Dunkelheit des Vorkriegs-Berlins.