Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Außenpolitik der USA während der Präsidentschaft von Franklin D. Roosevelt und beschreibt die verschiedenen militärischen und diplomatischen Strategien. Während das Werk für seine Tiefe und wissenschaftliche Herangehensweise gelobt wurde, wurde es wegen vermeintlicher Voreingenommenheit und Auslassungen kritisiert, insbesondere in Bezug auf den Pazifikfeldzug und die spezifische Kritik an Roosevelts Entscheidungen in Kriegszeiten.
Vorteile:⬤ Umfassende und enzyklopädische Darstellung der US-Außenpolitik während der Präsidentschaft von FDR.
⬤ Gut recherchiert und mit einer Vielzahl von Anmerkungen, die von gründlicher Wissenschaftlichkeit zeugen.
⬤ Fesselnder Schreibstil, der das Interesse des Lesers aufrecht erhält.
⬤ Bietet einzigartige Details, die in anderen Berichten über FDR und die Außenpolitik nicht zu finden sind.
⬤ Erkennt die Herausforderungen, mit denen FDR konfrontiert war, und seinen politischen Scharfsinn im Umgang mit der öffentlichen Meinung.
⬤ Wird als Hagiographie mit einer liberalen Interpretation Roosevelts wahrgenommen, was zu Debatten über seine Kriegsentscheidungen führt.
⬤ Lässt wichtige Diskussionen über die militärischen Entscheidungen der USA im Pazifik aus.
⬤ Einige Abschnitte, insbesondere die über die Handelspolitik, setzen zu viel Fachwissen voraus, was sie verwirrend machen kann.
⬤ Die Kritik an Roosevelts Politik, wie z.B. Lend-Lease und „bedingungslose Kapitulation“, wirft ethische Fragen zu seinen Entscheidungen während des Krieges auf.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Franklin D. Roosevelt and American Foreign Policy, 1932-1945: With a New Afterword
Seit der Erstveröffentlichung dieses Buchklassikers im Jahr 1979 wird Roosevelts Außenpolitik in drei Hauptpunkten angegriffen: War Roosevelt für die Konfrontation mit Japan verantwortlich, die zu dem Angriff auf Pearl Harbor führte? Hat Roosevelt in Jalta Osteuropa an Stalin und die UdSSR "verschenkt"? Und, was am wichtigsten ist, hat Roosevelt die europäischen Juden dem Holocaust überlassen und keine direkten Anstrengungen unternommen, um ihnen zu helfen?
In einem neuen Nachwort zu seiner definitiven Geschichte verteidigt Dallek Roosevelts Politik energisch und brillant. Er hebt hervor, wie Roosevelt als Meisterpolitiker während seiner gesamten Präsidentschaft einen nationalen Konsens für seine Außenpolitik aufrechterhielt und wie er seine politischen und militärischen Ziele auf brillante Weise erreichte.