Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Democracy as Death: The Moral Order of Anti-Liberal Politics in South Africa
Die Revolution, die den Afrikanischen Nationalkongress (ANC) in Südafrika an die Macht brachte, war durch interne Konflikte zerrüttet. Wanderarbeiter aus dem ländlichen Zululand lehnten viele der egalitären Werte und politischen Maßnahmen ab, die für die liberal-demokratische Plattform des ANC grundlegend waren, und organisierten sich in einem Versuch, die Bewegung zu sabotieren.
Diese antidemokratische Haltung, die bis heute als direkte Kritik an der "Freiheit" im neoliberalen Südafrika fortbesteht, beruht auf einer idealisierten Vision der ländlichen Heimat und einer hierarchischen Gesellschaftsordnung, die zum Teil durch die Technologien der kolonialen Herrschaft im vergangenen Jahrhundert geschaffen wurde. Mit der Analyse dieses Konflikts leistet Jason Hickel einen Beitrag zu den umfassenden theoretischen Debatten über Liberalismus und Demokratisierung in der postkolonialen Welt.
Demokratie als Tod hinterfragt die westlichen Ideale der individuellen Freiheit und Handlungsfähigkeit aus der Perspektive derer, die sich diesen Idealen widersetzen, und stellt die Annahmen in Frage, die den Theorien antiliberaler Bewegungen zugrunde liegen. Das Buch argumentiert, dass sowohl die Demokratie als auch die Politikwissenschaft, die versucht, den Widerstand gegen sie zu erklären, ein Modell des Menschseins voraussetzen, das dem westlichen Kapitalismus entstammt und das möglicherweise nicht kulturübergreifend funktioniert.