Bewertung:

Wartenbergs Buch ist eine durchdachte Untersuchung der philosophischen Dimensionen des Kinos, in der er Filme wie „Modern Times“, „The Matrix“, „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ und „The Third Man“ bespricht. Er betont die einzigartige Fähigkeit des Films, philosophische Ideen zu veranschaulichen und Gedankenexperimente anzuregen, und argumentiert schließlich, dass Filme in der Tat auf eine Art und Weise Philosophie „machen“ können, die sich von traditionellen philosophischen Texten unterscheidet.
Vorteile:Das Buch ist lesbar, unterhaltsam und klar argumentiert und macht die Philosophie durch das Kino zugänglich. Es bietet intelligente und gründliche Einblicke und stellt einen Denkanstoß für die philosophische Analyse von Filmen dar. Wartenbergs Liebe zu Filmen und sein Respekt für deren Einfluss auf den philosophischen Diskurs sind offensichtlich.
Nachteile:Einige Kritiker bemängeln Wartenbergs Tendenz, den Filmen philosophische Interpretationen aufzuerlegen, die möglicherweise nicht mit den Intentionen der Filmemacher übereinstimmen. Die vorgebrachten Argumente, insbesondere in Bezug auf narrative Filme, werden manchmal als schwach oder zu abstrakt angesehen. Es besteht auch die Sorge, dass Wartenberg bestimmte philosophische Positionen zu starr priorisiert und dabei möglicherweise die umfassenderen Themen der Filme übersieht.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Thinking on Screen: Film as Philosophy
Thinking on Screen: Film as Philosophy ist eine zugängliche und zum Nachdenken anregende Untersuchung der Art und Weise, wie Filme komplexe philosophische Ideen aufwerfen und erforschen. In einem klaren und fesselnden Stil geschrieben, untersucht Thomas Wartenberg die Fähigkeit von Filmen, Ideen zu diskutieren und sogar zu kritisieren, die Philosophen im Laufe der Jahrhunderte fasziniert und verwirrt haben, wie z. B. die Natur der Persönlichkeit, die Grundlage der Moral und der epistemologische Skeptizismus.
Wartenberg zeigt zunächst auf, wie bestimmte Formen des philosophischen Diskurses filmisch dargestellt werden, um dann eine systematische Darstellung der Art und Weise zu geben, wie bestimmte Filme die Aufgabe der Philosophie übernehmen. Anhand der Filme The Man Who Shot Liberty Valance, Modern Times, The Matrix, Eternal Sunshine of the Spotless Mind, The Third Man, The Flicker und Empire zeigt Wartenberg, wie diese Filme sinnvolle und relevante philosophische Ideen zum Ausdruck bringen.
Dieses Buch ist eine unverzichtbare Lektüre für Studenten der Philosophie mit Interesse an Film, Ästhetik und Filmtheorie. Es wird auch für Filmliebhaber von Interesse sein, die sich für die philosophischen Implikationen des Films interessieren.