Bewertung:

Das Buch „Der chinesische Machiavelli“ bietet einen umfassenden Überblick über 3.000 Jahre chinesischer Strategietradition, wobei die Ideen Machiavellis im Mittelpunkt stehen. Es soll den Lesern ein Verständnis der chinesischen Staatskunst und ihres historischen Kontextes vermitteln, obwohl es wegen seines veralteten Romanisierungssystems und seiner Komplexität für diejenigen, die mit der chinesischen Geschichte nicht vertraut sind, kritisiert wurde.
Vorteile:Das Buch wird gelobt für seine umfassende Darstellung des chinesischen Staatswesens, die klaren Erklärungen chinesischer Theorien, die durch historische Ereignisse veranschaulicht werden, und sein Potenzial als Türöffner für das Verständnis der chinesischen Geschichte und des chinesischen Denkens. Es ist außerdem gut gegliedert und ermöglicht dem Leser, die Dualität des chinesischen strategischen Denkens zu verstehen.
Nachteile:Kritiker weisen darauf hin, dass die Verwendung der Wade-Giles-Umschrift anstelle der Standard-Pinyin-Umschrift Querverweise erschwert, insbesondere für diejenigen, die mit der chinesischen Geschichte nicht vertraut sind. Darüber hinaus können das Fehlen einheitlicher Lektionen und die Komplexität einiger Konzepte ein Hindernis für neue Leser darstellen. Einige Rezensionen weisen darauf hin, dass es bessere Einführungsmaterialien gibt.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
The Chinese Machiavelli: 3000 Years of Chinese Statecraft
Machiavelli schöpfte aus 2000 Jahren Geschichte, um Theorien darüber zu entwickeln, wie man Krieg führt, Schlachten gewinnt und Macht erlangt und behält. Ausgehend von Machiavelli skizzieren Dennis und Ching Ping Bloodworth kühn und geschickt 3000 Jahre chinesischer politisch-militärischer Geschichte - von Konfuzius bis Mao Zedong - unter Verwendung von Machiavellis Diskurs der Machtpolitik. Sie enthüllen eine Vielzahl chinesischer historischer Persönlichkeiten, von weisen Strategen, heldenhaften Generälen, gerissenen Staatsmännern und rücksichtslosen Kaisern bis hin zu tapferen Rittern und von stattlichen konfuzianischen Philosophen bis hin zu gewitzten, gerissenen legalistischen Denkern, ohne die übliche konfuzianische Zurückhaltung.
Der chinesische Machiavelli will den westlichen Lesern, die von der chinesischen diplomatischen und militärischen Strategie verwirrt sind, helfen, die Prinzipien zu verstehen, von denen sich sowohl frühere als auch heutige chinesische Führer leiten ließen. Warum zum Beispiel haben sich die modernen kommunistischen chinesischen Führer oft mit rechten europäischen Politikern angefreundet, die nicht mehr im Amt sind, und nicht mit linken Führern, die an der Macht sind? Warum haben sie Präsident Nixon empfangen, während die Vereinigten Staaten sich im Krieg mit Nordvietnam befanden? Im Rahmen einer chronologischen Geschichte, die sich auf die Machtpolitik konzentriert und die soziale und kulturelle Szene als Hintergrund verwendet, nutzen die Bloodworths die lange Geschichte Chinas, um Antworten zu finden.
Das Vorwort von Peter Li zu dieser Neuauflage erläutert den Aufbau des Buches und bietet eine tiefgreifende Analyse von Stil und Methode der Autoren. Obwohl Der chinesische Machiavelli eher für die breite Öffentlichkeit als für den Fachmann geschrieben ist, werden auch Letztere von der Lektüre dieser Geschichte profitieren. Die Autoren beschreiben die Kontinuität der chinesischen Geschichte und zeigen auf, wie das Wissen über Chinas Vergangenheit Licht auf das politische Verhalten der heutigen Machthaber wirft.