
The First World War and the Mobilization of Biblical Scholarship
Diese faszinierende Aufsatzsammlung zeigt zum ersten Mal die Bandbreite der Reaktionen von Gelehrten auf beiden Seiten des Konflikts auf den Ausbruch des Krieges im August 1914.
Der Band untersucht, wie Bibelwissenschaftler, wie ihre Landsleute aus allen Lebensbereichen, auf die große Krise reagierten, mit der sie konfrontiert waren, und wie sie, mit relativ wenigen Ausnahmen, einen Beitrag zu den Kriegsanstrengungen leisten wollten. Einige meldeten sich als Soldaten.
In den meisten Fällen waren es jedoch Bibelwissenschaftler und Theologen, die im Rahmen der Flut patriotischer Veröffentlichungen, die sowohl im Vereinigten Königreich als auch in Deutschland entstanden, zu Papier kamen. Aus den Beiträgen geht hervor, dass die Gelehrten in vielen Fällen gängige Argumente über die Verantwortung für den Krieg wiederholten oder verfeinerten. In Deutschland und Großbritannien, wo die Bibel noch im Mittelpunkt einer protestantischen Nationalkultur stand, finden wir auch zahlreiche spezialisierte Werke, in denen Bibelwissenschaftler ihre eigene fachliche Expertise zum Thema Krieg im Allgemeinen und zu diesem Krieg im Besonderen einbrachten.
Die Autoren des Bandes bieten somit neue Einblicke in den Stellenwert der Bibel und der Bibelwissenschaft in der Kultur des frühen 20. Jahrhunderts.