Der Gedankenkrieg: Japanische kaiserliche Propaganda

Bewertung:   (4,6 von 5)

Der Gedankenkrieg: Japanische kaiserliche Propaganda (Barak Kushner)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet eine detaillierte Untersuchung der japanischen Propaganda während des fünfzehnjährigen Krieges, gestützt auf Primärquellen. Während es für seine Originalität und die Einbeziehung von bisher nicht übersetztem Material gelobt wurde, empfanden viele Leser den Schreibstil als uneinheitlich und abschweifend, was dem Gesamterlebnis abträglich war.

Vorteile:

Bietet einen umfassenden Überblick über die japanische Propaganda während des Krieges.
Verwendet zahlreiche Primärquellen zur Unterstützung.
Bietet originelle Einblicke in den Zweiten Weltkrieg und die japanische Heimatfront.
Enthält Material, das noch nie zuvor übersetzt worden ist, was es für diejenigen, die sich für das Thema interessieren, faszinierend macht.

Nachteile:

Der Schreibstil ist uneinheitlich mit abschweifenden Übergängen, die es schwer machen, dem Buch zu folgen.
Einige historische Punkte wirken lächerlich oder unbelegt.
Liest sich wie eine Dissertation und ist für manche Leser nicht spannend genug.
Nicht für jeden geeignet, vor allem nicht für diejenigen, die eine geradlinige Erzählung suchen.

(basierend auf 5 Leserbewertungen)

Originaltitel:

The Thought War: Japanese Imperial Propaganda

Inhalt des Buches:

"Ein wichtiger Beitrag sowohl zur Erforschung Japans als auch der Propaganda im zwanzigsten Jahrhundert. Barak Kushner enthüllt akribisch und überzeugend das ganze Ausmaß dessen, von dem man annahm, dass es nicht existierte, nämlich ein organisiertes, vielschichtiges und beunruhigend widerstandsfähiges System japanischer Propaganda. Auf der Grundlage einer beeindruckenden Reihe von Primärquellen, von denen viele erst vor kurzem entdeckt wurden, liefert The Thought War eine faszinierende Einschätzung der komplexen und oft widersprüchlichen Prozesse der japanischen Propaganda in einem imperialen Kontext." -Michael Baskett, Professor für Filmwissenschaft an der Universität von Kansas.

"Barak Kushner hat eine erstklassige Studie über die Propaganda in Japan während des Zweiten Weltkriegs geschrieben. In einem Werk akribischer Recherche führt er seine Leser in das Herz des kriegsgeplagten Japans und liefert ein überzeugendes Argument dafür, dass die japanische Propaganda ausgeklügelt und effektiv war, um die Bevölkerung zu mobilisieren und nach dem Krieg nahtlos umzulenken, um die Umwandlung des kaiserlichen Japans in die heutige Nachkriegsdemokratie zu unterstützen. Der Gedankenkrieg ist ein hervorragend recherchiertes Werk, das Licht in einen Bereich bringt, in dem zuvor nur Verallgemeinerungen, Vermutungen und Stereotypen existierten." --Nicholas J. Cull, University of Southern California, Herausgeber von Propaganda and Mass Persuasion: A Historical Encyclopedia, 1500-present.

"Der Gedankenkrieg ist eine einzigartige und bemerkenswerte Studie. Barak Kushner zeigt, dass die japanische Propaganda während des Zweiten Weltkriegs erstaunlich raffiniert, vielfältig und effektiv war. Mehr noch: Die Methoden, Botschaften und Macher der Kriegspropaganda erwiesen sich bei der Beeinflussung der öffentlichen Meinung nach der Niederlage Japans als ebenso erfolgreich, wie sie es zuvor bei der Mobilisierung der Nation für den Krieg gewesen waren. Kushners Einblicke in Japans Weg vom Kaiserreich über den Krieg bis hin zum Wiederaufbau nach dem Krieg sind provokant, fesselnd und durch und durch überzeugend." --William M. Tsutsui, Vorsitzender der Abteilung für Asienstudien, Universität von Kansas.

The Thought War ist das erste Buch in englischer Sprache, das das gesamte Ausmaß der japanischen Kriegspropaganda untersucht. Auf der Grundlage eines breiten Spektrums von Archivmaterial und Quellen in japanischer, chinesischer und englischer Sprache untersucht es die Propagandaprogramme der japanischen Regierung von 1931 bis 1945 und zeigt das wahre Ausmaß der kaiserlichen Propaganda und ihren weitreichenden Einfluss, der bis heute spürbar ist. Im Gegensatz zur populären Nachkriegsrhetorik waren es nicht Kaiserkult oder militärischer Autoritarismus, die eine ganze Nation in den Krieg führten. Vielmehr war es die Schaffung eines kraftvollen Bildes von Japan als dem Führer des modernen Asiens und der Glaube, dass die Japaner Asien zu einer neuen, glorreichen Periode der Reformen führen könnten und würden, die die kaiserlichen Untertanen ansprach.

Kushner analysiert die Rolle der Polizei und des Militärs bei der Festlegung gesellschaftlich akzeptierter Überzeugungen und Verhaltensweisen, indem sie ihren Einfluss nutzen, um Unzufriedene auszurotten. Seine Untersuchung ist die erste ihrer Art, die Propaganda als Beruf im Japan der Kriegszeit behandelt. Er zeigt, dass sich die Führung nicht auf die groben Mittel der Parolengebung und der von der Regierung gesponserten Demonstrationen beschränkte, sondern sich stattdessen das Fachwissen der Werbefirmen des Landes zunutze machen konnte, um das Bild Japans als Asiens Führer und Modernisierer zu "verkaufen". In seiner Untersuchung des Propagandakriegs in der Populärkultur und der Unterhaltungsindustrie legt Kushner offen, wie Unterhaltungskünstler versuchten, ihre Karriere zu fördern, indem sie sich kriegsbefürwortende Botschaften zu eigen machten, die dann in die Gesellschaft eindrangen und sich durchsetzten. Die japanische Propaganda kollidierte häufig mit den chinesischen und amerikanischen Visionen vom Kaiserreich, und Kushner zeigt die Reaktionen dieser beiden Nationen auf Japans Bemühungen und die Bedeutung ihrer Reaktionen auf.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780824832087
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch

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