Bewertung:

Das Buch ist eine umfassende Untersuchung des Koreakriegs, die sich auf seine Anfänge, die Beteiligung verschiedener internationaler Mächte und die politische und militärische Dimension des Konflikts konzentriert. Der Autor, Allan Millett, wird für seine umfangreichen Recherchen und seinen fesselnden Schreibstil gelobt, während einige Leser einen Mangel an tiefgreifenden taktischen Analysen feststellen.
Vorteile:⬤ Ausführliche Berichterstattung und umfangreiche Recherchen aus verschiedenen Quellen.
⬤ Fesselnder und klarer Schreibstil.
⬤ Bietet einen gründlichen Kontext für den Koreakrieg und kombiniert militärische und politische Analysen.
⬤ Beleuchtet oft vernachlässigte Aspekte des Krieges, einschließlich der südkoreanischen Bemühungen.
⬤ Gut für ernsthafte Studenten des Koreakriegs.
⬤ Es fehlen detaillierte taktische Analysen und originelle Einblicke in Kommandoentscheidungen.
⬤ Einige Leser finden die Menge an Informationen überwältigend, was zum Überfliegen führt.
⬤ Kritik am Rückgriff auf Sekundärliteratur für taktische Diskussionen.
⬤ Fehler bei spezifischen militärischen Einschätzungen.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
The War for Korea, 1950-1951: They Came From the North
Harry S. Truman Book Award
In The War for Korea, 1945-1950: A House Burning (Ein brennendes Haus) vertrat einer unserer bedeutendsten Militärhistoriker die Auffassung, dass der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts in erster Linie ein Krieg zwischen Koreanern war, der 1948 begann. Im zweiten Band seiner monumentalen Trilogie konzentriert sich Allan R. Millett nun auf den zwölfmonatigen Zeitraum vom Einmarsch Nordkoreas in Südkorea am 25. Juni 1950 bis Ende Juni 1951 - die aktivste Phase des internationalisierten Koreakriegs.
Geschickt wechselt Millett zwischen dem Schlachtfeld und den Schaltstellen der Macht und verwebt militärische Operationen und Taktiken, ohne dabei die Geopolitik des Kalten Krieges, die Strategie und die zivil-militärischen Beziehungen aus den Augen zu verlieren. Sein Buch ist voll von neuen Erkenntnissen über den Konflikt und ist das erste, das den kombinierten Waffen den ihnen gebührenden Platz einräumt, indem es die Beiträge und Herausforderungen der Integration von Marine- und Luftstreitkräften mit den Bodentruppen des UN-Kommandos beleuchtet und die Bedeutung der koreanischen Unterstützungsdienste aufzeigt. Auch die Rolle der südkoreanischen Streitkräfte schildert er umfassend und wohlwollend, wobei er sich weitgehend auf Quellen der ROK und der Korea Military Advisory Group stützt.
Millett integriert nicht-amerikanische Perspektiven in die Erzählung - insbesondere die von Mao Zedong, dem chinesischen Militärkommandanten Peng Dehuai, Josef Stalin, Kim Il-sung und Syngman Rhee. Und er porträtiert Walton Walker und Matthew Ridgway als die Helden Koreas, die beide ein besseres Verständnis der Situation hatten als Douglas MacArthur, dessen größter Fehler nicht seine Politik, sondern seine strategische und operative Inkompetenz war.
Millett hat in südkoreanischen, chinesischen und sowjetischen sowie amerikanischen und UN-Quellen recherchiert, hat bisher ignorierte oder vernachlässigte Sammlungen mündlicher Überlieferungen ausgewertet - einschließlich Interviews mit amerikanischen und südkoreanischen Offizieren - und hat ausführlich von Berichten Gebrauch gemacht, die auf Verhören nordkoreanischer und chinesischer Kriegsgefangener basieren. Das Endergebnis ist ein meisterhaftes Werk, das sowohl eine fesselnde Erzählung als auch ein besseres Verständnis dieses Schlüsselkonflikts der internationalen und amerikanischen Geschichte bietet.