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The Wounded Healer: Countertransference from a Jungian Perspective
In den Jahren seit der Veröffentlichung von The Wounded Healer ist die Gegenübertragung zu einem zentralen Thema im analytischen Prozess geworden. David Sedgwicks Arbeit war bahnbrechend, indem er dieses schwierige Thema aus einer jungianischen Perspektive anging und aufzeigte, wie die Gegenübertragung auf positive Weise genutzt werden kann.
Sedgwicks ausführliche Studie des Prozesses stellt die Kämpfe des Analytikers offen dar und zeigt, dass der Analytiker, wie Jung sagte, genauso in der Analyse ist wie der Patient. Das Buch erweitert Jungs vorausschauende Arbeit über die Gegenübertragung, um eine dynamische Sichtweise der Interaktion zwischen Analytiker und Patient zu schaffen, wobei die Bedeutung der eigenen Verwundung des Analytikers betont wird und wie diese in Verbindung mit der des Patienten genutzt werden kann. Sedgwick beginnt mit einer Diskussion über die Notwendigkeit und Rechtfertigung eines jungianischen Ansatzes für die Gegenübertragung, gibt dann einen Überblick über die jungianischen Theorien und präsentiert detaillierte Illustrationen von Fällen, die die Komplexität der Übertragungs-Gegenübertragungs-Prozesse sowohl beim Patienten als auch beim Analytiker zeigen, und schließt mit einem Modell der Gegenübertragungs-Verarbeitung. Diese klassische Ausgabe enthält auch eine neue Einleitung des Autors.
Es ist ein wichtiges Werk für Jungsche Analytiker, Psychotherapeuten und andere Kliniker und Studenten, die an den Kämpfen des therapeutischen Prozesses interessiert sind.