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The Value of Everything: Making and Taking in the Global Economy
Moderne Volkswirtschaften belohnen Aktivitäten, die Werte extrahieren, anstatt sie zu schaffen. Dies muss sich ändern, um einen Kapitalismus zu gewährleisten, der für uns alle funktioniert.
Auf der Longlist für den FT & McKinsey Business Book of the Year Award
The Value of Everything ist eine vernichtende Anklage gegen unser gegenwärtiges globales Finanzsystem. Es untersucht rigoros die Art und Weise, wie wirtschaftlicher Wert verbucht wurde, und zeigt auf, wie die Wirtschaftstheorie es versäumt hat, den Unterschied zwischen Wertschöpfung und Wertgewinnung klar zu definieren. Mariana Mazzucato argumentiert, dass die zunehmend verschwommene Unterscheidung zwischen den beiden Kategorien es bestimmten Akteuren in der Wirtschaft ermöglicht hat, sich selbst als Wertschöpfer darzustellen, während sie in Wirklichkeit nur vorhandenen Wert verschieben oder, schlimmer noch, zerstören.
Das Buch zeigt anhand von Fallstudien - vom Silicon Valley über den Finanzsektor bis hin zu Big Pharma -, wie die unscharfen Wertvorstellungen zu einer Verwechslung von Renten und Gewinnen führen, Extraktoren und Schöpfer belohnen und die Messung von Wachstum und BIP verzerren. Darunter leidet die Innovation und die Ungleichheit nimmt zu.
Die Lehre daraus ist dringend und ernüchternd: Um unsere Wirtschaft vor der nächsten unvermeidlichen Krise zu bewahren und ein langfristiges Wirtschaftswachstum zu fördern, müssen wir den Kapitalismus überdenken, die Rolle der öffentlichen Politik und die Bedeutung des öffentlichen Sektors neu überdenken und neu definieren, wie wir den Wert in unserer Gesellschaft messen.