Bewertung:

Dan Bouks „Democracy's Data“ befasst sich mit der Geschichte und den Auswirkungen der Volkszählung in den USA, wobei der Schwerpunkt auf der Volkszählung von 1940 liegt. Das Buch untersucht, wie sich die Datenerhebung auf die Gesellschaft auswirkt, und beleuchtet die komplexen Zusammenhänge hinter den scheinbar bloßen Statistiken. Während es für seine fesselnde Erzählweise und seine tiefgründigen Einblicke gelobt wird, weisen einige Kritiker auf gewisse Versäumnisse bei der Erörterung der Kategorie „Multirassisch“ in den Volkszählungsdaten hin.
Vorteile:⬤ Fesselnde Erzählung
⬤ Fesselnder historischer Kontext
⬤ Behandelt die Bedeutung von Daten in der Gesellschaft
⬤ Einzigartige Mischung aus Geschichte, Sozialwissenschaft und Mathematik
⬤ Lädt die Leser dazu ein, die Nuancen von Volkszählungsdaten über bloße Statistiken hinaus zu schätzen
⬤ Bietet persönliche und kontroverse Anekdoten, die den Inhalt nachvollziehbar und interessant machen.
⬤ Einige Leser fanden das Thema möglicherweise langweilig oder trocken
⬤ Kritik an der oberflächlichen Behandlung der Kategorie „Vielrassig“ in den Diskussionen über die Volkszählung
⬤ Der Wunsch nach einer umfassenderen Darstellung von Vielrassigen in der Erzählung.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Democracy's Data: The Hidden Stories in the U.S. Census and How to Read Them
Der Historiker Dan Bouk gibt eine Lektion darin, wie man zwischen den Zeilen der US-Volkszählung liest, um die Geschichten hinter den Daten aufzudecken.
Die Volkszählung ist nicht nur ein Prozess der Datenerfassung.
Sie ist ein Ritual und ein Instrument der amerikanischen Demokratie. Hinter jedem sauberen Zahlengitter verbirgt sich eine Collage aus chaotischen, menschlichen Geschichten - man muss nur wissen, wie man sie lesen kann.
In Democracy's Data untersucht der Datenhistoriker Dan Bouk die Volkszählung von 1940 und deckt auf, was diese Zahlen sowohl verdichten als auch geschickt abstrahieren: ein Universum aus Bedeutung und Ungewissheit, aus kultureller Verhandlung und politischem Kampf. Er stellt uns die Männer und Frauen vor, die als Volkszähler tätig sind, und nimmt uns mit, wenn sie von Tür zu Tür gehen und das Leben ihrer Nachbarn erfassen. Er nimmt uns mit in die provisorischen Hallen des Zensusbüros, wo Hunderte von Beamten, ganz zu schweigen von den Maschinen, mit Bleistift und Papier arbeiteten, um die Daten der Nation aufzuteilen und zu erobern. Und er nutzt diese kleinen Punkte, um größere Bilder zu malen, zum Beispiel von der herrschenden Hand der weißen Vorherrschaft, dem Platz von queeren Menschen in heterosexuellen Systemen und dem Kampf der normalen Menschen, vom Staat so gesehen zu werden, wie sie sich selbst sehen.
Die Volkszählung von 1940 ist ein entscheidender Eintrag in der amerikanischen Geschichte, ein umstrittener Datensatz, der die Schaffung von Sozialprogrammen der New-Deal-Ära ermöglichte, der aber auch, mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, als Waffe gegen viele der Bürger eingesetzt wurde, denen er eigentlich dienen sollte. In unserem Zeitalter der Quantifizierung lehrt uns "Democracy's Data" nicht nur, zwischen den Zeilen zu lesen, sondern eröffnet uns auch eine neue Perspektive auf die Beziehung zwischen Repräsentation, Identität und Regierungsführung heute.