Bewertung:

Dan Bouks „Democracy's Data“ erforscht die Geschichte und die Auswirkungen der Volkszählung in den USA, wobei der Schwerpunkt auf der Volkszählung von 1940 liegt und die Begrenzung der Zahl der Abgeordneten im Repräsentantenhaus sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen der Datenerfassung erörtert werden. Das Buch wird für seine fesselnde Erzählweise und den Reichtum an historischen Details gelobt, auch wenn Kritiker Bereiche anmerken, in denen es noch verbessert werden könnte, insbesondere in Bezug auf die Kategorie „Multirassisch“ in der Volkszählung.
Vorteile:⬤ Fesselnd und leicht zu lesen
⬤ Faszinierendes historisches Detail
⬤ Präsentiert komplexe gesellschaftliche Auswirkungen von Daten
⬤ Persönliche Anekdoten machen es nachvollziehbar
⬤ Fördert ein tieferes Verständnis von staatlichen Statistiken
⬤ Empfohlen für Datenanalysekurse.
Kritiker erwähnen einen Mangel an Tiefe bei der Erörterung der Kategorie „Multirassisch“ während der 1990er Jahre; einige finden das Thema manchmal etwas trocken.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Democracy's Data: The Hidden Stories in the U.S. Census and How to Read Them
(EINES DER 100 BEMERKENSWERTEN BÜCHER DES JAHRES 2022 DER NEW YORK TIMES BOOK REVIEW)
Von dem Historiker Dan Bouk, eine Lektion im Lesen zwischen den Zeilen der US-Volkszählung, um die Geschichten hinter den Daten aufzudecken.
Die Volkszählung ist nicht nur ein Prozess der Datenerfassung.
Sie ist ein Ritual und ein Instrument der amerikanischen Demokratie. Hinter jedem sauberen Zahlengitter verbirgt sich eine Collage aus chaotischen, menschlichen Geschichten - man muss nur wissen, wie man sie lesen kann.
In Democracy's Data untersucht der Datenhistoriker Dan Bouk die Volkszählung von 1940 und deckt auf, was diese Zahlen sowohl verdichten als auch geschickt abstrahieren: ein Universum aus Bedeutung und Ungewissheit, aus kultureller Verhandlung und politischem Kampf. Er stellt uns die Männer und Frauen vor, die als Volkszähler tätig sind, und nimmt uns mit, wenn sie von Tür zu Tür gehen und das Leben ihrer Nachbarn erfassen. Er nimmt uns mit in die provisorischen Hallen des Zensusbüros, wo Hunderte von Beamten, ganz zu schweigen von den Maschinen, mit Bleistift und Papier arbeiteten, um die Daten der Nation aufzuteilen und zu erobern. Und er nutzt diese kleinen Punkte, um größere Bilder zu malen, zum Beispiel von der herrschenden Hand der weißen Vorherrschaft, dem Platz von queeren Menschen in heterosexuellen Systemen und dem Kampf der normalen Menschen, vom Staat so gesehen zu werden, wie sie sich selbst sehen.
Die Volkszählung von 1940 ist ein entscheidender Eintrag in der amerikanischen Geschichte, ein umstrittener Datensatz, der die Schaffung von Sozialprogrammen der New-Deal-Ära ermöglichte, der aber auch, mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, als Waffe gegen viele der Bürger eingesetzt wurde, denen er eigentlich dienen sollte. In unserem Zeitalter der Quantifizierung lehrt uns "Democracy's Data" nicht nur, zwischen den Zeilen zu lesen, sondern eröffnet uns auch eine neue Perspektive auf die Beziehung zwischen Repräsentation, Identität und Regierungsführung heute.