Bewertung:

Das Buch bietet wertvolle Einblicke in moderne Definitionen des Todes von angesehenen Bioethikern und beleuchtet die Komplexität von Zuständen wie Koma und Wachkoma. Obwohl es emotionale Geschichten enthält und die Empathie zwischen den verschiedenen Beteiligten fördert, wird es dafür kritisiert, dass es wichtige Diskussionen über die Erhaltung des Gehirns und die Biostase auslässt, was nach Ansicht des Rezensenten ein bedeutendes Versäumnis in den heutigen Diskussionen über den Tod ist.
Vorteile:Das Buch ist aufschlussreich, scharfsinnig und nützlich und bietet eine gründliche Aufklärung über die Unterschiede zwischen den verschiedenen Zuständen des Todes. Es enthält bewegende Geschichten, die Empathie hervorrufen, und geht auf die Gesetze ein, die diese Situationen in den verschiedenen Gerichtsbarkeiten regeln.
Nachteile:Das Buch lässt kritisch das Thema der Erhaltung des Gehirns und der Biostase außer Acht, was nach Ansicht des Rezensenten ein wichtiger und wachsender Aspekt bei der Definition des Todes ist. Dieses Versäumnis wird als eine Form der Diskriminierung und als Nichtbefassung mit den künftigen Folgen für Personen, die sich für solche Optionen entscheiden, angesehen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Defining Death: The Case for Choice
Die meiste Zeit der Menschheitsgeschichte gab es kaum Zweifel daran, ob jemand tot oder lebendig war - ein Herzschlag oder ein Puls oder ein beschlagener Spiegel unter den Nasenlöchern lieferten ausreichende Beweise. Doch Mitte des 20.
Jahrhunderts, mit neuen Technologien und medizinischen Eingriffen, die den Sterbeprozess verlängerten, wurde die Frage nach dem genauen Zeitpunkt des Todes viel komplizierter. Heute kennt die medizinische Gemeinschaft weltweit drei allgemeine Definitionen des Todes: Ganzhirntod, Kreislauftod oder somatischer Tod und Hirntod. Doch selbst in den Vereinigten Staaten findet kein einziges Konzept des Todes die Unterstützung der Mehrheit der Bürger.
Trotz der Versuche, eine einheitliche Definition des Todes zu schaffen und zu etablieren, sind sich Ärzte und politische Entscheidungsträger nach wie vor uneins über Kriterien und Standards - was zu Verwirrung und Streit in Medizin, Recht und Versicherungswesen führt, ganz zu schweigen von den Familien, die sich am Bett eines sterbenden Angehörigen versammeln. In dieser kurzen Einführung legen Veatch und Ross die Geschichte dieses umstrittenen Themas dar und beschreiben die drei wichtigsten Definitionen des Todes im Detail.
Sie sind der Meinung, dass die Wahl einer bestimmten Definition des Todes die grundlegenden religiösen und philosophischen Überzeugungen einer Person darüber widerspiegelt, was für die menschliche Existenz wesentlich ist. Während sie also den Tod im höheren Gehirn als Standard vorschlagen, plädieren sie für ein gewisses Maß an persönlicher Entscheidungsfreiheit.