Bewertung:

Das Buch bietet eine faszinierende Untersuchung der kulturellen Auswirkungen der Eisenbahn auf die Wahrnehmung von Raum und Zeit, die sorgfältig recherchiert und mit historischen Einblicken gefüllt ist. Einige Leser fanden es aufschlussreich, vor allem was die Verbindung von Technologie und Kultur angeht, während andere der Meinung waren, dass bestimmte Theorien zu allgemein gehalten waren und es an ausreichenden Beweisen mangelte.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert mit akribischen Details über Eisenbahnbau und -verkehr
⬤ Faszinierende kulturelle Studie über die Auswirkungen der Technologie auf die Gesellschaft
⬤ Verbindet Psychologie und Geschichte effektiv
⬤ Prägnant und doch aufschlussreich
⬤ Fesselnder Schreibstil
⬤ Guter historischer Kontext über die Veränderungen, die durch die Eisenbahn eingeführt wurden.
⬤ Einige Theorien, die in dem Buch vorgestellt werden, werden als zu verallgemeinert und ohne stichhaltige Beweise angesehen
⬤ der Anfang kann sich langsam anfühlen
⬤ dem Autor wird vorgeworfen, dass er möglicherweise eine Voreingenommenheit gegen die Modernisierung hegt
⬤ bestimmte Behauptungen über die negativen kulturellen Auswirkungen der Eisenbahnen werden als übertrieben oder nicht belegt angesehen.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
The Railway Journey: The Industrialization of Time and Space in the Nineteenth Century
Die Auswirkungen des ständigen technologischen Wandels auf unsere Wahrnehmung der Welt sind so allgegenwärtig, dass sie zu einem Gemeinplatz der modernen Gesellschaft geworden sind. Doch das war nicht immer so; wie Wolfgang Schivelbusch in dieser faszinierenden Studie aufzeigt, war unsere Anpassung an den technologischen Wandel - die Entwicklung unseres modernen, industrialisierten Bewusstseins - in hohem Maße ein erlerntes Verhalten. In The Railway Journey untersucht Schivelbusch die Ursprünge dieses industrialisierten Bewusstseins, indem er die Reaktion des neunzehnten Jahrhunderts auf die erste dramatische Erscheinung des technologischen Wandels, die Eisenbahn, untersucht.
Jahrhundert auf den ersten dramatischen Avatar des technologischen Wandels, die Eisenbahn. Auf höchst originelle und fesselnde Weise erörtert Schivelbusch die Art und Weise, in der sich unsere Wahrnehmung von Entfernung, Zeit, Autonomie, Geschwindigkeit und Risiko durch das Reisen mit der Eisenbahn veränderte. Als Geschichte der überraschenden Wechselwirkungen zwischen Technik und Kultur deckt dieses Buch ein breites Spektrum von Themen ab, darunter die veränderte Wahrnehmung von Landschaften, der Tod des Gesprächs während der Reise, die Problematik des Eisenbahnabteils, der Raum der Glasarchitektur, die Pathologie der Eisenbahnreise, die industrielle Müdigkeit und die Geschichte des Schocks sowie die Eisenbahn und die Stadt.
The Railway Journey steht in einer bedeutenden europäischen Tradition der kritischen Soziologie, die vor allem durch die Arbeiten von Georg Simmel und Walter Benjamin verkörpert wird. Das Buch stützt sich auf reichhaltige empirische Daten und ist voll von bemerkenswerten Erkenntnissen über das Reisen mit der Eisenbahn, die industrielle Revolution und den technologischen Wandel. Jetzt aktualisiert und mit einem neuen Vorwort versehen, ist The Railway Journey eine unschätzbare Quelle für Leser, die sich für die Kultur und Technologie des 19. Jahrhunderts und die Vorgeschichte der modernen Medien und der Digitalisierung interessieren.