Bewertung:

Das Buch „Die Erfindung der Macht“ von Bruce Bueno de Mesquita bietet eine einzigartige Perspektive auf das Zusammenspiel zwischen mittelalterlichen Verträgen, der katholischen Kirche und der Entwicklung der westlichen Gesellschaft. Anhand der Spieltheorie und einer gründlichen Analyse wird erörtert, wie das Wormser Konkordat das Wirtschaftswachstum und die politische Verantwortlichkeit in Europa beeinflusste. Während viele seine Einsichten und die Präsentation der Daten loben, wurde das Buch als langweilig und repetitiv kritisiert.
Vorteile:⬤ Bietet eine bahnbrechende Perspektive auf die mittelalterliche Geschichte
⬤ Nutzt die Spieltheorie, um die politische und wirtschaftliche Entwicklung zu analysieren
⬤ Reich an Daten und Erkenntnissen
⬤ Fesselnde Erforschung der Interaktionen zwischen Kirche und Staat
⬤ Bietet historischen Kontext für moderne politische Strukturen.
⬤ Sich wiederholende Erklärungen
⬤ Manche Leser finden es langweilig und ermüdend
⬤ Ist möglicherweise nicht für alle Zielgruppen ansprechend.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
The Invention of Power: Popes, Kings, and the Birth of the West
In der Tradition von Sapiens und Why Nations Fail löst dieses Buch eines der großen Rätsel der Geschichte: Warum ist der Westen zur mächtigsten Zivilisation der Welt geworden?
Der westliche Exzeptionalismus - die Vorstellung, dass europäische Zivilisationen freier, wohlhabender und weniger gewalttätig sind - liegt einer Vielzahl von Weltereignissen und politischen Aktivitäten in Vergangenheit und Gegenwart zugrunde. In einigen Gesellschaften hat sie zu Frieden und Wohlstand geführt, in anderen zu ethnischen Säuberungen und Verwüstungen. Sie war auch Gegenstand von mehr als hundert Jahren akademischer Debatten.
Die grundlegende Frage - warum geht es den westlichen Gesellschaften besser? -- hat viele politische Theorien hervorgebracht, darunter einige der gefährlichsten und rassistischsten der Welt. In diesem Buch räumt der Politikwissenschaftler Bruce Bueno de Mesquita mit diesen verräterischen Ideen auf und erklärt die Konsolidierung der Macht im Westen durch ein einziges, wenig beachtetes Ereignis: das Wormser Konkordat von 1132 (ausgesprochen "Verms").
Bueno de Mesquita legt ein gründlich recherchiertes und sehr überzeugendes Argument dafür vor, dass das Konkordat die Wettbewerbsbedingungen zwischen Kirchen und Nationalstaaten veränderte, Anreize für wirtschaftliches Wachstum schuf und den Bürgern mehr Vorteile brachte als Königen und Päpsten. In den folgenden Jahrhunderten ging es den Ländern, die ähnliche Vereinbarungen trafen, durchweg besser als denen, die keine hatten.
Dies ist ein bemerkenswertes wissenschaftliches Werk - aufschlussreich, originell und wichtig zugleich. Päpste und Könige stellt die Frage, wer wir sind und woher wir kommen, und gibt auf diese Fragen durchschlagende Antworten.