Bewertung:

Die Rezensionen zu „Die Erfindung der Macht“ von Bruce Bueno de Mesquita heben den innovativen Ansatz des Buches in Bezug auf Geschichte und Politik hervor und betonen die Verwendung der Spieltheorie zur Analyse der Beziehungen zwischen Kirche und Staat im mittelalterlichen Europa. Während viele Leser die Tiefe der Forschung und der präsentierten Daten schätzen, finden einige die Wiederholung von Theorien und den Schreibstil weniger fesselnd, was zu gemischten Gefühlen über die Gesamterfahrung beim Lesen des Buches führt.
Vorteile:⬤ Die innovative Analyse mit Hilfe der Spieltheorie
⬤ gut recherchiert und mit umfangreichen Daten untermauert
⬤ bietet neue Einblicke in die Auswirkungen der mittelalterlichen Verträge auf die Entwicklung Europas
⬤ lesbar und stellenweise fesselnd.
Einige Leser finden den Text langweilig und die Theorien wiederholend; ein Rezensent meint, das Buch sei die Investition nicht wert und vergleicht es mit weniger wertvollen Alternativen.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
The Invention of Power: Popes, Kings, and the Birth of the West
In der Tradition von Why Nations Fail löst dieses Buch eines der großen Rätsel der Geschichte: Warum ist der Westen die mächtigste Zivilisation der Welt geworden? Der westliche Exzeptionalismus - die Vorstellung, dass europäische Zivilisationen freier, wohlhabender und weniger gewalttätig sind - ist eine weit verbreitete und mächtige politische Idee. In einigen Gesellschaften hat sie zu Frieden und Wohlstand geführt, in anderen zu ethnischen Säuberungen und Verwüstungen.
Doch in The Invention of Power (Die Erfindung der Macht) stützt sich Bruce Bueno de Mesquita auf sein Fachwissen über politische Manöver, Absprachen und Spieltheorie, um eine revolutionäre neue Theorie des westlichen Exzeptionalismus zu präsentieren: dass ein einziges, selten diskutiertes Ereignis im zwölften Jahrhundert den Lauf der europäischen und der Weltgeschichte veränderte. Jahrhundert den Lauf der europäischen und der Weltgeschichte veränderte. Das Wormser Konkordat von 1122 schuf einen Kompromiss zwischen Kirchen und Nationalstaaten, bei dem Geld gegen Macht und Macht gegen Geld getauscht wurde, und förderte so das Wirtschaftswachstum, erleichterte die Säkularisierung und verbesserte das Los der Bürger.
In den folgenden Jahrhunderten ging es den Ländern, in denen eine ähnliche Dynamik des Wettbewerbs zwischen Kirche und Staat herrschte, durchweg besser als denen, in denen dies nicht der Fall war. Die Erfindung der Macht stellt das konventionelle Denken über europäische Kultur, Religion und Rasse auf den Kopf und präsentiert eine überzeugende neue Vision der Weltgeschichte.