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The Ethics of Creativity: Beauty, Morality, and Nature in a Processive Cosmos
Ein zentrales Anliegen fast jeder Umweltethik ist der Wunsch, den Bereich der direkten moralischen Sorge über den Menschen hinaus auf Pflanzen, nichtmenschliche Tiere und die Systeme, deren Teil sie sind, auszudehnen. Obwohl fast alle Umweltphilosophien seit langem die moderne Vorstellung von Individuen als isolierte und unabhängige Substanzen zurückgewiesen haben, haben nur wenige diese Weltsicht durch eine Alternative ersetzt, die der organischen, prozesshaften Welt, in der wir uns befinden, angemessen ist.
In diesem Zusammenhang argumentiert Brian G. Henning, dass das oft übersehene Werk von Alfred North Whitehead das Potenzial hat, einen wichtigen Beitrag zur Umweltethik zu leisten. Zusätzlich inspiriert von klassischen amerikanischen Philosophen wie William James, John Dewey und Charles Sanders Pierce sowie von Umweltphilosophen wie Aldo Leopold, Peter Singer, Albert Schweitzer und Arne Naess entwickelt Henning eine ethische Theorie, deren zukunftsträchtige Erkenntnis "Ethik der Kreativität" genannt wird.
Durch die systematische Untersuchung und Entwicklung eines Konzepts der Individualität, das sowohl in der mikroskopischen Welt subatomarer Ereignisse als auch in der makroskopischen Welt von Ökosystemen zu Hause ist, betont The Ethics of Creativity zu Recht das Wohlergehen von Ganzheiten, ohne dabei die Bedeutung der einzigartigen Wertzentren aus den Augen zu verlieren, die diese Ganzheiten bilden. Auf diese Weise hat The Ethics of Creativity das Potenzial, eine einzigartige Stimme in der zeitgenössischen Moralphilosophie zu sein.