
Consequences of Language: From Primary to Enhanced Intersubjectivity
Was macht die Sprache beim Menschen möglich, und was macht die Sprache bei uns zum Menschen?
Wenn Sie dies lesen, haben Sie etwas getan, wozu nur unsere Spezies in der Evolution fähig war. Sie haben sich eine natürliche Sprache angeeignet. Dieses Buch fragt: Wie hat uns das verändert?
Während sich Wissenschaftler seit langem die Frage stellen, was am Menschen die Sprache ermöglicht, fragen N. J. Enfield und Jack Sidnell stattdessen: Was ist am Menschen, das durch die Sprache ermöglicht wird? In Consequences of Language geht es ihnen darum, zu verstehen, was moderne Sprache wirklich ist, und ihre logischen und konzeptionellen Konsequenzen für das gesellschaftliche Leben aufzuzeigen. Im Mittelpunkt dieses Vorhabens steht das Konzept der Intersubjektivität, des offenen Austauschs subjektiver Erfahrungen. Enfield und Sidnell behaupten, dass es eine einzigartige menschliche Form der Intersubjektivität gibt, die im Wesentlichen auf zweierlei Weise mit der Sprache verflochten ist: Eine primäre Form der Intersubjektivität war notwendig, damit sich die Sprache in unserer Spezies überhaupt erst entwickeln konnte, und dann hat die Sprache durch ihre definierenden reflexiven Eigenschaften die Art unserer Intersubjektivität verändert. Nach der Analyse der Autoren beruht die soziale Verantwortlichkeit - das Fundament der Gesellschaft - auf dieser sprachlich transformierten, verbesserten Form der Intersubjektivität.
Die Darstellung der Verbindung zwischen Sprache, Geist und Gesellschaft, die in Consequences of Language dargelegt wird, ist von beispielloser Reichweite. Sie schlägt neue Verbindungen zwischen den Disziplinen vor, die sich zentral mit Sprache befassen - von der Anthropologie und Philosophie bis hin zur Soziologie und Kognitionswissenschaft -, und zwischen denjenigen, die die grundlegende Rolle der Sprache verstehen wollen, die uns zu Menschen macht.