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The History Question: Who owns the past?
In The History Question blickt Inga Clendinnen über die Scharmützel und Schlachten der Geschichtskriege hinaus und fragt, was auf dem Spiel steht - welche Art von Geschichte wollen und brauchen wir? Sollten unsere Historiker die vom Premierminister geforderte \objektive Aufzeichnung von Leistungen\ erstellen? Für Clendinnen können Historiker nicht die Hebammen der nationalen Identität sein und gleichzeitig ihrem Beruf treu bleiben: Geschichte kann nicht die Arbeit des Mythos übernehmen.
Clendinnen beleuchtet, wie sich Geschichte, Mythos und Fiktion voneinander unterscheiden, und warum diese Unterschiede wichtig sind. Bei der Erörterung der Frage, wie gute Geschichte aussieht, würdigt sie das menschliche Bedürfnis nach dem Erzählen von Geschichten, weist aber auch auf die besondere kritische Rolle des Historikers hin. Sie übt eine lebhafte Kritik an Kate Grenvilles Roman Der geheime Fluss und erörtert die gestohlenen Generationen und die Rolle der Moral in der Geschichtsschreibung.
Dies ist ein wortgewaltiger und anregender Essay über ein Thema, das in letzter Zeit viel Aufsehen erregt hat: wie wir die Vergangenheit der Nation aufzeichnen und betrachten sollten.