Bewertung:

Inga Clendinnens Buch bietet einen detaillierten Bericht über die Interaktionen zwischen der Ersten Flotte und den indigenen Völkern Australiens, der sich auf historische Berichte und Tagebücher stützt. Die Erzählung beleuchtet den kulturellen Austausch, die Herausforderungen, denen sich Gouverneur Arthur Phillip bei der Pflege der Beziehungen gegenübersah, und die komplexe Dynamik des ersten Kontakts. Es handelt sich um eine fesselnde und gut geschriebene Geschichte, die jedoch auch eine gewisse akademische Strenge aufweist, die vielleicht nicht alle Leser anspricht.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und fesselnde Erzählung
⬤ aufschlussreiche Analyse kultureller Interaktionen
⬤ verwendet Primärquellenmaterial
⬤ bietet eine neue Perspektive auf historische Ereignisse
⬤ regt zum Nachdenken über gegenseitigen Respekt und Identität an.
⬤ Kann langsam und schwierig zu lesen sein
⬤ enthält Einschübe des Autors, die das Leseerlebnis mancher Leser beeinträchtigen könnten
⬤ wird aufgrund des akademischen Tons als weniger zugänglich empfunden als typische historische Erzählungen.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Dancing with Strangers: Europeans and Australians at First Contact
Im Januar 1788 kam die erste Flotte in New South Wales, Australien, an, und tausend britische Männer und Frauen trafen auf die Menschen, die ihre neuen Nachbarn sein würden.
Dancing with Strangers erzählt die Geschichte der Beziehungen zwischen den ersten britischen Siedlern Australiens und diesen Aborigines. Inga Clendinnen interpretiert die frühesten schriftlichen Quellen sowie die Berichte, Briefe und Tagebücher der ersten britischen Siedler in Australien.
Sie rekonstruiert den schwierigen Weg der Freundschaft und Versöhnung zwischen Arthur Phillip und dem einheimischen Anführer "Bennelong" (Baneelon), der letztlich an der Durchsetzung tiefgreifender kultureller Unterschiede scheiterte. Die preisgekrönte Archäologin, Anthropologin und Historikerin alter mexikanischer Kulturen hat den größten Teil ihrer Lehrtätigkeit an der La Trobe University in Bundoora, Australien, verbracht. Ambivalente Eroberungen: Maya and Spaniard in Yucatan (Cambridge, 1989) und Aztecs: An Interpretation (Cambridge, 1995) sind zwei ihrer bekanntesten wissenschaftlichen Werke.
Tiger's Eye: A Memoir, (Scribner, 2001) beschreibt ihren Kampf gegen Leberkrebs. Reading the Holocaust (Cambridge, 2002) erforscht den Völkermord des Zweiten Weltkriegs aus verschiedenen Perspektiven.