Bewertung:

Das Buch untersucht das Konzept des Klimawandels als eine Form der Gewalt und stellt gewaltfreie Lösungen vor, die von der christlichen Lehre beeinflusst sind. Es definiert Schlüsselkonzepte im Zusammenhang mit Klimagerechtigkeit und greift auf die Beispiele historischer gewaltfreier Aktivisten zurück, um Hoffnung und kollektives Handeln gegen Klimagewalt zu wecken.
Vorteile:Der Autor liefert klare Definitionen wichtiger Begriffe und liefert ein überzeugendes Argument, das den Klimawandel mit Gewalt in Verbindung bringt. Die Einbeziehung historischer Persönlichkeiten und ihrer Methoden des Aktivismus bereichert den Inhalt. Das Buch bietet ein Gleichgewicht zwischen Ernüchterung und Hoffnung und ermutigt zu einem breiten Spektrum von Maßnahmen, die über persönliche Lebensstiländerungen hinausgehen.
Nachteile:Einige Leser könnten den Ansatz als zu sehr auf christliche Gewaltlosigkeit konzentriert empfinden, was bei einem säkularen Publikum nicht unbedingt auf Resonanz stoßen dürfte. Außerdem könnte die Komplexität der behandelten Themen für diejenigen, die mit der Literatur zur Klimagerechtigkeit nicht vertraut sind, überwältigend sein.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Violence of Climate Change: Lessons of Resistance from Nonviolent Activists
Es ist unbestritten, dass der Mensch die Hauptursache für den Klimawandel ist. Viele betrachten den Klimawandel in erster Linie als wissenschaftliches, wirtschaftliches oder politisches Problem, und diese Sichtweisen prägen die Analyse von Kevin O'Brien.
O'Brien argumentiert jedoch, dass wir auf den Klimawandel in erster Linie als einen Fall von systematischer und struktureller Gewalt reagieren sollten. Er weist darauf hin, dass die globale Erwärmung in erster Linie durch die Kohlenstoffemissionen der Wohlhabenden verursacht wird, Emissionen, die die Armen zuerst und am schlimmsten treffen. Der Klimawandel trennt die Menschen voneinander und von der Erde; kurz gesagt, globale Erwärmung und Klimawandel sind Gewalt.
Um eine konstruktive und kreative Antwort auf diese Gewalt zu erhalten, so O'Brien, braucht die Gesellschaft praktische Beispiele für Aktivismus und gewaltfreie Friedensstiftung. O'Brien nennt fünf solcher Beispiele aus der US-amerikanischen Geschichte und liefert kurze Biografien von heldenhaften Persönlichkeiten, deren Idealismus, soziales Engagement und politischer Verstand als Vorbild für den Kampf gegen den Klimawandel und für Klimagerechtigkeit dienen können: Der Quäker und Abolitionist John Woolman, die Sozialreformerin Jane Addams, die katholische Arbeitervertreterin Dorothy Day, der Bürgerrechtsführer Martin Luther King Jr.
und der Gewerkschaftsorganisator Cesar Chavez. Diese moralischen Vorbilder, die alle durch ihren christlichen Glauben motiviert waren, dienen als Zeugen für diejenigen, die als Antwort auf die Gewalt des Klimawandels Frieden schaffen wollen.