Bewertung:

Das Buch befasst sich mit der Dynamik des „rechtmäßigen Widerstands“ im ländlichen China und veranschaulicht, wie gewöhnliche Bürger lokale politische Strukturen mit Hilfe der Sprache der Rechte und des Rahmens der lokalen Verwaltung steuern und anfechten. Es hebt den einzigartigen Kontext der politischen Auseinandersetzung in China hervor, in dem die Bewohner die bestehenden staatlichen Strukturen nutzen, um für ihre Rechte einzutreten, ohne auf Gewalt zurückzugreifen.
Vorteile:Das Buch bietet einen ausgezeichneten Einblick in die politischen Institutionen Chinas und die Rolle der einfachen Bürger. Das Konzept des „rechtmäßigen Widerstands“ ist gut formuliert und wissenschaftlich fundiert und zeigt, wie die Landbevölkerung einen auf Rechten basierenden Diskurs nutzt, um lokale Ungerechtigkeiten anzufechten. Die Feldforschung und die Interviews der Autoren verleihen der Analyse Tiefe und Glaubwürdigkeit.
Nachteile:Aufgrund des begrenzten Umfangs und des bedingten Charakters von Rechten im politischen Kontext Chinas kann das Buch den „Rechten Widerstand“ möglicherweise nicht vollständig als nachhaltige soziale Bewegung einordnen. Einige Leser könnten den theoretischen Rahmen als dicht oder komplex empfinden, und diejenigen, die mit der politischen Theorie nicht vertraut sind, könnten mit bestimmten Konzepten Schwierigkeiten haben.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Rightful Resistance in Rural China
Wie können die Armen und Schwachen ein politisches System zu ihrem Vorteil „nutzen“? Kevin O'Brien und Lianjiang Li zeigen anhand von Interviews und Erhebungen im ländlichen China, dass das Handeln des Volkes oft davon abhängt, dass man die Spaltungen innerhalb des Staates erkennt und ausnutzt.
Andernfalls machtlose Menschen nutzen die Rhetorik und die Verpflichtungen der Zentralregierung, um gegen das Fehlverhalten lokaler Beamter vorzugehen, verstopfte Kanäle der Partizipation zu öffnen und die Grenzen des Erlaubten zu verschieben. Dieser „rechtmäßige Widerstand“ hat weitreichende Auswirkungen auf unser Verständnis von umstrittener Politik.
Während O'Brien und Li die Ursprünge, die Dynamik und die Folgen des rechtmäßigen Widerstands untersuchen, heben sie Ähnlichkeiten zwischen kollektiven Aktionen an so unterschiedlichen Orten wie China, der ehemaligen DDR und den Vereinigten Staaten hervor und zeigen gleichzeitig auf, wie die chinesischen Erfahrungen zu Themen wie Protestmöglichkeiten, Radikalisierung von Forderungen, taktische Innovationen und die Ergebnisse von Auseinandersetzungen beitragen.