Bewertung:

Das Buch ist eine charakterorientierte Erkundung des Lebens eines Kinderarztes, der sich durch die Komplexität von Pflegefamilien und Familiendynamik bewegt. Die Erzählung ist reich an interessanten Persönlichkeiten und Situationen, hat aber keine konventionelle Handlungsstruktur, so dass viele Fäden ungelöst bleiben.
Vorteile:Der Schreibstil ist wunderschön, mit einer realistischen Darstellung des Familienlebens und der Probleme in Pflegefamilien. Die Charakterisierung wird als stark und glaubwürdig empfunden, wobei Humor und Mitgefühl in die Erzählung eingeflochten sind. Die Leser schätzen die einzigartige Erforschung der Elternschaft aus verschiedenen sozioökonomischen Perspektiven.
Nachteile:Viele Leser äußern sich frustriert über das Fehlen einer kohärenten Handlung und einer Auflösung und beschreiben das Buch als abgehackt und eher wie eine Sammlung von Kurzgeschichten als einen Roman aufgebaut. Einigen Charakteren fehle es an Tiefe, und die Erzählung weiche mitunter stark ab, was zu Verwirrung führe. Einige Leser sind der Meinung, dass der nachdenkliche Charakter des Buches es weniger fesselnd macht.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
The Mercy Rule
Auf den ersten Blick sieht Dr.
Lucy Weiss aus wie eine typische berufstätige Mutter aus der oberen Mittelschicht, die mit ihrem Mann zwei Kinder in einem Vorort großzieht. Aber da sie eine schwierige Kindheit in einer Pflegefamilie hinter sich hat, weiß Lucy aus erster Hand, wie es ist, am Rande der Gesellschaft aufzuwachsen.
Jetzt ist sie Kinderärztin und arbeitet mit Risikopatienten und deren Familien. Jeden Tag muss sie entscheiden, ob die Handlungen der Eltern so inkompetent - oder so ahnungslos - sind, dass ein Kind in Gefahr ist. Während sie sich zwischen ihren unterschiedlichen Welten bewegt - von der Sorge um ihre eigene Tochter, die den sozialen Druck des Heranwachsens aushält, bis hin zur Sorge um Eltern, die mit Drogen und unmöglichen Lebenssituationen zu kämpfen haben - muss Lucy sich selbst als Elternteil beurteilen, andere Eltern kritisieren und sich auch mit dem Nachhall ihrer Kindheit auseinandersetzen.
Bei all dem hält sie mit Humor und Mitgefühl die Balance. Die Regel der Barmherzigkeit" ist ein mitfühlender und witziger Roman, der bei allen, die die Freuden und Herausforderungen der Kindererziehung kennen, auf offene Ohren stößt.