Bewertung:

Perri Klass vertritt in „A Good Time to Be Born“ die These, dass sich der historische Kontext der Kindersterblichkeit aufgrund des medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritts dramatisch verändert hat. Das Buch spannt einen Bogen vom 19. Jahrhundert, als der Tod von Kindern eine häufige Tragödie war, bis in die Gegenwart, in der die moderne Medizin solche Risiken stark reduziert hat, und bietet sowohl Hoffnung als auch eine warnende Perspektive für die öffentliche Gesundheit.
Vorteile:Fesselnde Erzählung, gründliche Recherche, optimistischer Ausblick auf den medizinischen Fortschritt, klarer Schreibstil, der komplexe Themen verständlich macht, und eine historische Perspektive, die gesellschaftliche Veränderungen in Bezug auf die Gesundheit von Kindern aufzeigt. Die Autorin verbindet auf effektive Weise persönliche Geschichten und Daten, um Verbesserungen zu veranschaulichen und Hoffnung zu wecken.
Nachteile:In einigen Rezensionen wird ein unzusammenhängendes oder mechanisches Leseerlebnis erwähnt, das möglicherweise das Engagement schmälert. Einige Leser waren der Meinung, dass das Buch in manchen Abschnitten nicht spannend genug ist und dass die Erzählung in manchen Abschnitten hätte fesselnder sein können.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
A Good Time to Be Born: How Science and Public Health Gave Children a Future
Noch vor hundert Jahren starben selbst in den wohlhabendsten Ländern der Welt Kinder in großer Zahl - an Durchfall, Diphtherie und Masern, an Scharlach und Tuberkulose. Im Laufe der Geschichte wurde die Kultur von diesen Todesfällen geprägt; Tagebücher und Briefe hielten sie fest, und Schriftsteller wie Louisa May Alcott, W.
E. B. Du Bois und Eugene O'Neill schrieben über sie und trauerten um sie.
Nicht einmal die Mächtigen und Reichen konnten ihnen entkommen: Von den vier Kindern von Abraham und Mary Lincoln überlebte nur eines bis zum Erwachsenenalter, und der erste Milliardär der Geschichte, John D. Rockefeller, verlor seinen geliebten Enkel durch Scharlach.
Für die Kinder der Armen, der Einwanderer, der Versklavten und ihrer Nachkommen standen die Chancen, zu sterben, weitaus schlechter. Die stetige Senkung der Säuglings- und Kindersterblichkeit ist eine der größten Errungenschaften der Menschheit.
Indem sie ihre eigenen Erfahrungen als Medizinstudentin und Ärztin einfließen lässt, würdigt Perri Klass bahnbrechende Ärztinnen wie Rebecca Lee Crumpler, Mary Putnam Jacobi und Josephine Baker sowie Krankenschwestern, Fürsprecherinnen des öffentlichen Gesundheitswesens und Wissenschaftlerinnen, die neue Ansätze und wissenschaftliche Ideen zu Hygiene und Impfung in die Familien brachten. Diese Wissenschaftler, Heiler, Reformer und Eltern haben die menschliche Erfahrung so umgeschrieben, dass - zum ersten Mal seit Menschengedenken - der frühe Tod nicht mehr die Regel, sondern die Ausnahme ist, was einen grundlegenden Wandel in der Gesellschaft, der Kultur und dem Familienleben bewirkt hat.