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Constructing Identities in Mexican-American Political Organizations: Choosing Issues, Taking Sides
A Choice Outstanding Academic Book, 2002
Die Bildung einer Gruppenidentität war schon immer ein Hauptanliegen mexikanisch-amerikanischer politischer Organisationen, unabhängig davon, ob sie sich an die dominante angloamerikanische Gesellschaft anpassen oder von ihr getrennt bleiben wollen. Doch Organisationen, die einen breiten Querschnitt der mexikanisch-amerikanischen Bevölkerung repräsentieren wollten, wie LULAC und das American G. I. Forum, haben an Mitgliedern und Einfluss verloren, während neuere, zielgerichtetere politische Organisationen florieren - ein klarer Hinweis darauf, dass für eine erfolgreiche politische Organisierung mehr erforderlich ist als eine gemeinsame ethnische Zugehörigkeit und die Erfahrung von Diskriminierung.
Dieses Buch wirft ein neues Licht auf den Prozess der politischen Identitätsbildung durch eine Untersuchung der Identitätspolitik von vier großen mexikanisch-amerikanischen politischen Organisationen - dem Southwest Network for Environmental and Economic Justice, der Southwest Industrial Areas Foundation, der Texas Association of Mexican American Chambers of Commerce und der Mexican American Women's National Association (jetzt bekannt als MANA-A National Latina Organization). Anhand von Interviews mit Aktivisten der einzelnen Organisationen und Recherchen in ihren Unterlagen verdeutlicht Benjamin Marquez die rassischen, klassenbedingten und kulturellen Faktoren, die dazu geführt haben, dass diese Organisationen sehr unterschiedliche politische Identitäten entwickelt haben. Ebenso zeigt er auf, warum ihre spezifischen Ziele nur bei bestimmten Segmenten der mexikanisch-amerikanischen Gemeinschaft auf Resonanz stoßen.