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Lulac: The Evolution of a Mexican American Political Organization
Die League of United Latin American Citizens (LULAC) ist eine der bekanntesten und aktivsten nationalen Organisationen, die mexikanische Amerikaner und ihre politischen Interessen vertreten. Seit ihrer Gründung in Corpus Christi, Texas, im Jahr 1929 dient sie als Instrument, mit dem mexikanische Amerikaner nach gleichen Rechten und wirtschaftlicher Assimilation in die angloamerikanische Gesellschaft streben können.
Diese Studie ist die erste umfassende politische Geschichte der LULAC von ihrer Gründung bis in die 1980er Jahre. Mrquez untersucht die Entwicklung der Gruppe von einer aktivistischen Basisorganisation in der Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu ihrem heutigen Status als institutionalisierte Bürokratie, die zur Förderung ihrer politisch konservativen Ziele in hohem Maße auf externe Finanzierung angewiesen ist. Seine Informationen beruhen zum Teil auf zahlreichen Primärquellen aus den LULAC-Archiven der University of Texas in Austin, der Houston Public Library und den LULAC-Publikationen der Universität sowie auf Interviews mit gegenwärtigen und ehemaligen LULAC-Aktivisten.
Mrquez ordnet diese Geschichte in den größeren theoretischen Rahmen der Anreiztheorie ein, um zu zeigen, wie die sich ändernden und manchmal abnehmenden Belohnungen für die Mitgliedschaft die Beteiligung der Menschen an LULAC und anderen Interessengruppen im Laufe der Zeit beeinflusst haben. Ironischerweise konnte LULAC 1988 weniger als 5.000 beitragszahlende Mitglieder vorweisen, doch eine engagierte und geschickte Führung sicherte genügend Regierungs- und Unternehmensgelder, um LULAC zu einer der sichtbarsten und aktivsten Gruppen in der mexikanisch-amerikanischen Politik zu machen.
Angesichts der zunehmenden Zahl von Interessengruppen und politischen Aktionskomitees, die sich in der nationalen Politik der Vereinigten Staaten engagieren, wird diese Fallstudie über die Entwicklung einer politischen Organisation für ein breites Publikum in den Politik- und Sozialwissenschaften sowie für Studenten der mexikanisch-amerikanischen und ethnischen Studien von Interesse sein.