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Creolizing Rosa Luxemburg
Rosa Luxemburg ist zweifelsohne die bedeutendste marxistische Theoretikerin der Geschichte Europas. Für die Kreolisierung des Kanons ist es von Bedeutung, dass sie ihren Kontinent und den Globus von einem Osteuropa aus betrachtete, das sich in ständigem Wandel und Aufruhr befand.
Von diesem relativ peripheren Standort aus war sie weit weniger engstirnig als viele ihrer zentraler gelegenen Gesprächspartner und Kollegen. In der Tat berührte Luxemburgs Werk alle brennenden Fragen ihrer und unserer Zeit, von der Analyse konkreter revolutionärer Kämpfe, wie etwa in Polen und Russland, über das Aufzeigen der Verflechtung von antikapitalistischen und antikolonialen Kämpfen durch ihre Analyse der primitiven Akkumulation bis hin zu Überlegungen über staatliche Souveränität, Demokratie, Feminismus und Rassismus.
Damit bot sie Überlegungen an, die von Autoren, die vor der ständigen und neuen Herausforderung stehen, Ausbeutungsverhältnisse durch radikale ökonomische und soziale Transformation aufzulösen, sinnvoll aufgegriffen und überarbeitet werden können. Luxemburg berührt in ihrem Werk alle Aspekte dessen, was Revolution ausmacht; die Autoren dieses Bandes zeigen uns, dass wir durch eine Kreolisierung Luxemburgs neue Wege zum Verständnis der Komplexität von Revolution eröffnen können.