Staatenlosigkeit und zeitgenössische Versklavung

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Staatenlosigkeit und zeitgenössische Versklavung (Anna Gordon Jane)

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Originaltitel:

Statelessness and Contemporary Enslavement

Inhalt des Buches:

Warum sind Staatenlosigkeit und moderne Versklavung seit den 1990er Jahren endemisch geworden? Was hat es mit der globalen politischen Wirtschaftspolitik, den langwierigen Kriegen und den Migrationsregeln und -mustern auf sich, die diese extremen Formen der Verwundbarkeit so systematisch verstärkt haben? Warum haben intellektuelle Gemeinschaften die Konzepte der Staatenlosigkeit und der zeitgenössischen Versklavung weitgehend ignoriert oder grundsätzlich abgelehnt? In diesem Buch wird argumentiert, dass Staatenlosigkeit und Versklavung keine Irrwege oder radikalen Ausnahmen sind. Sie waren und sind endemisch für die Staatssysteme der Euromoderne.

Während die Opfer unterschiedliche Ergebnisse ähnlicher Prozesse der rassifizierten Entwertung der Staatsbürgerschaft sind, teilen staatenlose Menschen das Dilemma derjenigen, die am ehesten versklavt werden, und die Versklavten sind, selbst wenn sie formell frei sind, oft mit Situationen der Staatenlosigkeit konfrontiert. Gordon identifiziert die gewaltsame Eingliederung halbsouveräner Nationen, die extralegale Ausweisung von Menschen, die nicht repatriiert werden können, und die konzentrierte Aushöhlung der Rechte vollwertiger Bürger als die primären Formen, durch die Menschen eine gewisse Staatenlosigkeit erfahren. Sie plädiert für den politischen Wert einer Betrachtung der Verbindungen zwischen diesen einzelnen Formen.

In Bezug auf die Versklavung betont sie, dass die jahrhundertealte Praxis zwar einige neue Formen angenommen hat, die für ihre Rentabilität in der heutigen globalen Wirtschaft notwendig sind, dass aber das, was und wer davon betroffen ist, bemerkenswert gleich geblieben ist. Anstatt sich auf die Sklaverei als radikales und außergewöhnliches Extrem von Missbrauch oder Zwang zu konzentrieren, vertritt Gordon die Ansicht, dass wir die Besonderheit der heutigen Sklaverei am besten verstehen können, wenn wir ihre definierenden Dimensionen zusammen mit denen von Lohnarbeitern und Gastarbeitern betrachten.

Gordon kommt zu dem Schluss, dass die Würdigung der Situation der Staatenlosen und der Versklavten unser Denken über tragfähige zeitgenössische Konzepte der Zustimmung und über die Art der politischen Institutionen des 21. Jahrhunderts, die es einigen erschweren würden, die Verletzlichkeit anderer so lukrativ zu machen, grundlegend beeinflussen sollte.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780367358549
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2019
Seitenzahl:164

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