Bewertung:

Das Buch erörtert die Unzulänglichkeiten der Mainstream-Ökonomie im Lichte der sozialen Realitäten und plädiert für staatliche Eingriffe in die Wirtschaft, um Probleme wie Armut, Arbeitslosigkeit und ökologische Herausforderungen anzugehen. Während es ein anregendes Argument für die Integration von Wirtschaft und sozialen Fragen liefert, versäumt es, eine umfassende Analyse der keynesianischen Theorie vorzunehmen.
Vorteile:Das Buch übt scharfe Kritik an der Abkopplung der modernen Ökonomen von der sozialen Realität und liefert ein überzeugendes Argument für die Einbeziehung wirtschaftlicher Diskussionen in umfassendere soziale Überlegungen. Es hebt die Bedeutung staatlicher Eingriffe und politischer Entscheidungen für die Gestaltung wirtschaftlicher Ergebnisse hervor. Der Text wird für seine Prägnanz und Zugänglichkeit gelobt.
Nachteile:Die Analyse von Keynes' Theorien wird als oberflächlich bezeichnet, da es ihr an der notwendigen technischen Tiefe und mathematischen Strenge mangelt. Schlüsselkomponenten von Keynes' Analyse, insbesondere in Bezug auf die marginalen Neigungen und Bedingungen für den Abbau der Arbeitslosigkeit, werden übersehen. Einige Rezensenten hielten die Vision der Autoren auch für zu zaghaft im Hinblick auf das Ausmaß der globalen Herausforderungen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Crisis of Vision in Modern Economic Thought
Die moderne Wirtschaftstheorie befindet sich in einer tiefen und weit verbreiteten Krise, die sich aus dem Fehlen einer „Vision“ - einer Reihe von weithin geteilten politischen und sozialen Vorurteilen - ableitet, von der die gesamte Wirtschaftswissenschaft letztlich abhängt.
Dieses Fehlen wiederum spiegelt den Zusammenbruch der keynesianischen Sichtweise wider, die von 1940 bis in die frühen 1970er Jahre eine solche Grundlage bot, vergleichbar mit früheren Visionen von Smith, Ricardo, Mill und Marshall. Auf die „Entwirrung“ des Keynesianismus folgte eine Spaltung in uneinige und ineffektive Lager, deren gemeinsamer Nenner ihre analytische Raffinesse und mangelnde praktische Anwendbarkeit zu sein scheint.
Diese provokative Analyse versucht sowohl diesen Zustand zu beschreiben als auch die Richtung vorzuschlagen, in die sich das ökonomische Denken bewegen muss, wenn es die Relevanz und die Abhilfekraft wiedererlangen soll, die ihm jetzt offensichtlich fehlt.