Bewertung:

The King's Mistresses von Elizabeth Goldsmith ist ein detailliert recherchierter Bericht über das Leben der Mancini-Schwestern zur Zeit von Ludwig XIV. Das Buch behandelt Themen wie unglückliche Ehen, das Streben nach Unabhängigkeit und die sozialen Zwänge, mit denen Frauen in dieser Zeit konfrontiert waren, und bietet gleichzeitig Einblicke in historische Figuren und Ereignisse. Die Erzählungen verflechten persönliche Herausforderungen mit umfassenderen gesellschaftlichen Themen, insbesondere in Bezug auf Frauenrechte und Feminismus.
Vorteile:Das gut recherchierte und aufschlussreiche Buch bietet eine fesselnde Erzählung, die sich fast wie eine Seifenoper liest. Es zeigt die Kämpfe zweier Pionierinnen gegen gesellschaftliche Normen und veranschaulicht ihren Mut und ihre Versuche, unabhängig zu werden. In mehreren Rezensionen wird hervorgehoben, dass das Buch reich an historischen Details ist und auch von Lesern ohne tiefes historisches Wissen gelesen werden kann, was es zu einer angenehmen Lektüre macht.
Nachteile:Einige Leserinnen und Leser fanden das Buch aufgrund der vielen Figuren und der komplexen Beziehungen schwer zu verstehen. Einige meinten, es fehle die für historische Romane typische Ausschmückung, was zu einem weniger fesselnden Erlebnis führe. Andere merkten an, dass das Buch zwar interessante historische Einblicke biete, die Geschichte aber manchmal sensationslüstern dargestellt werde. Außerdem wurde bemängelt, dass das Buch etwas traurig sei, da es sich auf das unglückliche Leben der Schwestern konzentriere und ihr Leben als Mätressen Ludwigs XIV. nicht genügend betone.
(basierend auf 34 Leserbewertungen)
The Kings' Mistresses: The Liberated Lives of Marie Mancini, Princess Colonna, and Her Sister Hortense, Duchess Mazarin
Die Schwestern Mancini, Marie und Hortense, wurden in Rom geboren, an den Hof von Ludwig XIV. von Frankreich gebracht und von ihrem Onkel, Kardinal Mazarin, strategisch verheiratet, um seine politische Machtbasis zu sichern. So war das Leben vieler junger Frauen jener Zeit: Sie hatten keinen eigenständigen rechtlichen Status und waren nach der Heirat vollständig Teil des Besitzes ihres Mannes.
Marie und Hortense hatten jedoch ganz andere Ziele im Auge. In ihren Ehen unglücklich und entschlossen, ein unabhängiges Leben zu führen, verließen sie ihre Männer heimlich und begannen ein Leben außergewöhnlicher Kühnheit auf der Flucht und im Licht der Öffentlichkeit. Die betörenden Schwestern gewannen schnell die Zuneigung von Adligen und Königen gleichermaßen. Ihre Flucht wurde zu einem beliebten Gesprächsthema in den Salons und der Boulevardpresse und wurde von der europäischen Gesellschaft des siebzehnten Jahrhunderts aufmerksam verfolgt. Die Gräfin von Grignan bemerkte, dass die beiden "wie zwei Heldinnen aus einem Roman" reisten. Andere munkelten, dass sie "auf der Suche nach umherziehenden Liebhabern durch die Lande zogen".
Ihr skandalöses Verhalten - sie verkleideten sich als Männer, spielten und stritten öffentlich mit ihren Ehemännern - diente mehr als nur der Unterhaltung. Es löste in ganz Europa Diskussionen über die gesetzlichen Rechte von Ehemännern gegenüber ihren Frauen aus. Elizabeth Goldsmiths lebendige Biografie der Mancini-Schwestern - auf der Grundlage persönlicher Unterlagen der beteiligten Akteure und der damaligen Boulevardpresse - beleuchtet das Leben zweier bahnbrechender Freigeister, die Feministinnen waren, lange bevor es dieses Wort gab.