
The Patristic Roots of Reformed Worship
Der erste Teil dieses Werkes beschreibt die Entwicklung des reformierten Gottesdienstes von 1500-1542. Die Geschichte beginnt mit den liturgischen Reformen der christlichen Humanisten im Elsass, setzt sich fort mit der Einrichtung der ersten protestantischen Gottesdienste in den Schweizer Städten Zürich und Basel, verbindet sich mit den von Meaux ausgehenden Strömungen des französischen evangelischen Denkens und erreicht schließlich Genf mit der Veröffentlichung von Calvins erstem Psalter. Der reformierte Gottesdienst wird als Frucht einer innerkirchlichen liturgischen Erneuerungsbewegung dargestellt, die lange vor der Reformation begonnen und von den rheinischen Reformatoren gepflegt wurde.
Um sich darüber klar zu werden, wie die patristische Literatur diesen Prozess beeinflusst hat, gehen wir zunächst der Frage nach, was die Reformatoren über die Kirchenväter wussten. Wir zeigen Belege für das beeindruckende patristische Wissen von Männern wie Zwingli, Brucer, Hedio, Oecolampadius und Calvin. Eine umfangreiche Bibliographie der patristischen Ausgaben, die den Reformatoren bekannt waren und von ihnen benutzt wurden, schließt den zweiten Teil des Buches ab.
Schließlich wird jedes Element des reformierten Gottesdienstes analysiert, um seine Entwicklung aufzuzeigen und seine biblischen und insbesondere seine patristischen Wurzeln zu verdeutlichen. Das Bekenntnisgebet, das Fürbittgebet, die Abendmahlsanrufung und der Segen werden untersucht, um ihren liturgischen Zweck aufzuzeigen. Wie die Reformatoren ihren Gebrauch des Lektionars, der Predigt, der Psalmodie und der Hymnen verstanden, wird im Licht ihres Verständnisses der Praxis der alten Kirche dargestellt.