Bewertung:

Das Buch bietet eine tiefgreifende Erforschung der Südstaatenküche und ihrer verflochtenen Geschichte und zeigt das Fachwissen und die Leidenschaft des Autors für dieses Thema. Während viele Leser den aufschlussreichen und unterhaltsamen Schreibstil loben, finden einige die Struktur unzusammenhängend und es fehlt an klaren Quellenangaben. Insgesamt bietet das Buch wertvolle historische Perspektiven, auch wenn es vielleicht nicht die Erwartungen aller Leser erfüllt.
Vorteile:⬤ Fesselnd und gut geschrieben
⬤ informativ und gründlich recherchiert
⬤ verbindet kulinarische Geschichte mit sozialen und kulturellen Einblicken
⬤ hebt die Bedeutung lokaler Lebensmittelquellen hervor
⬤ nimmt den Leser mit auf eine kulturelle Reise.
⬤ Inkonsistente Struktur
⬤ mangelnder Lesefluss
⬤ einige Teile lesen sich wie unzusammenhängende Essays
⬤ eingeschränkte Quellenangaben erschweren die Überprüfung von Referenzen
⬤ einige Leser erwarteten mehr Rezepte und Inhalte im Zusammenhang mit der Hausmannskost.
(basierend auf 71 Leserbewertungen)
The Potlikker Papers: A Food History of the Modern South
Das eine Lebensmittelbuch, das Sie dieses Jahr unbedingt lesen müssen".
--Southern Living.
Eines von Christopher Kimballs sechs Lieblingsbüchern über Essen
Eine Geschichte des Volkes, die zeigt, wie die Südstaatler die kulinarische Identität Amerikas geprägt haben und wie die Beziehungen zwischen den Ethnien die Esskultur der Südstaaten über sechs revolutionäre Jahrzehnte hinweg beeinflusst haben
Wie die großen Provinzgerichte auf der ganzen Welt ist auch der Potlikker ein Rettungsessen. In der Vorkriegszeit aßen die Sklavenhalter das Grünzeug aus dem Topf und legten die übrig gebliebene Potlikker-Brühe für die Sklaven beiseite, ohne zu wissen, dass die Brühe, nicht das Grünzeug, nährstoffreich war. Nach der Sklaverei ernährte Potlikker die arbeitenden Armen, sowohl Schwarze als auch Weiße. Im heutigen Süden hat Potlikker eine neue Bedeutung erlangt, da die Köche es wiederentdeckt haben. Potlikker ist ein typisches Gericht des Südens, und die Potlikker Papers sind eine Geschichte des modernen Südens, die durch seine Speisen erzählt wird. John T. Edge beginnt mit der zentralen Rolle, die Köche und Kellner in der Bürgerrechtsbewegung spielten, und schildert die wechselhafte Reise des Südens von einem Bienenstock des Rassismus zu einer Brutstätte der amerikanischen Einwanderung. Er zeigt, warum die Südstaatenküche der Arbeiterklasse zu einer wichtigen Triebkraft der modernen amerikanischen Küche geworden ist.
Der Zugang zu Lebensmitteln war in den 1950er- und 1960er-Jahren ein heiß umkämpftes Thema. Der Besitz kulinarischer Traditionen ist ein zentraler Streitpunkt auf dem langen Weg zur Gleichberechtigung geblieben. Die Potlikker Papers zeichnen entscheidende Momente in der Geschichte des Südens nach, von der "Zurück aufs Land"-Bewegung der 1970er Jahre bis hin zum Aufkommen von Fast Food und Fertiggerichten nach dem Vorbild ländlicher Grundnahrungsmittel. Edge erzählt von der Gentrifizierung, die in den Restaurants der 1980er Jahre Einzug hielt, und von der handwerklichen Renaissance, die in den 1990er Jahren Bauern und Köche wieder zusammenbrachte. Er berichtet, wie sich in den 2000er und 2010er Jahren ein neuer Süden herausbildete, der durch die Ankunft von Einwanderern aus Mexiko, Vietnam und vielen dazwischen liegenden Ländern bereichert wurde. Auf seinem Weg stellt Edge außergewöhnliche Persönlichkeiten der Südstaatenküche vor, darunter Fannie Lou Hamer, Colonel Sanders, Mahalia Jackson, Edna Lewis, Paul Prudhomme, Craig Claiborne und Sean Brock.
In den letzten drei Generationen hat sich der Süden grundlegend gewandelt. Die Potlikker Papers erzählen die Geschichte dieser Dynamik - und zeigen, wie die Küche des Südens zu einer gemeinsamen kulinarischen Sprache für die ganze Nation geworden ist.