
The Prosthetic Imagination: A History of the Novel as Artificial Life
In The Prosthetic Imagination (Die prothetische Vorstellungskraft) vertritt der führende Kritiker Peter Boxall die Ansicht, dass wir in ein künstliches Zeitalter eintreten, in dem unsere gegebenen Körper mit unseren prothetischen Erweiterungen neue Verbindungen eingehen.
Dieses neue Zeitalter verlangt von uns, unsere Beziehung zu unseren Körpern und zu unserer Umwelt neu zu definieren, und Boxall schlägt vor, dass der Roman als Form uns bei dieser imaginativen Aufgabe helfen kann. Anhand einer schillernden Auswahl von Prosaerzählungen, von Thomas Mores Utopia bis zu Margaret Atwoods Oryx und Crake, zeigt Boxall, wie der Roman eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Körper gespielt hat, in denen wir uns in die Welt hinein erstrecken.
Doch wenn der Roman dazu beigetragen hat, unserer Welt eine menschliche Gestalt zu geben, so enthält er auch Lebensformen, die sich unseren bestehenden menschlichen Architekturen entziehen: neue Amalgame aus dem Lebendigen und dem Nichtlebendigen, die die verborgene Provinz der Romanphantasie sind. Diese latenten Verbindungen, so argumentiert Boxall, werden in der Romanform bewahrt und bieten uns Bilder des verkörperten Seins, die uns helfen können, uns in unserem neuen prothetischen Zustand zurechtzufinden.