Bewertung:

David Blocks Buch kritisiert das vorherrschende Input-Interaktion-Output (IIO)-Modell des Zweitspracherwerbs und argumentiert, dass es den Sprachlernprozess zu sehr vereinfacht, indem es die Lernenden als reine Informationsverarbeiter betrachtet. Er plädiert für ein breiteres Verständnis von SLA, das die komplexen sozialen Realitäten der Lernenden berücksichtigt. Das Buch überbrückt die Kluft zwischen SLA-Forschung und Unterrichtspraxis und unterstreicht die Notwendigkeit eines interdisziplinären Ansatzes, um den Sprachunterricht besser zu informieren.
Vorteile:Das Buch bietet eine umfassende Kritik etablierter SLA-Modelle, präsentiert eine interessante historische Perspektive, erweitert das Verständnis des Sprachenlernens und wird als sehr hilfreich für Studierende in Spracherwerbskursen empfunden.
Nachteile:Einige Leser könnten den akademischen Charakter der Kritik als Herausforderung empfinden, und man hat den Eindruck, dass es seit der Veröffentlichung des Buches keine Fortschritte bei der Integration sozialer Perspektiven in die SLA-Forschung gegeben hat.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
The Social Turn in Second Language Acquisition
Dieses Buch bietet eine ausführliche Kritik an einem der wichtigsten theoretischen Ansätze zum Zweitspracherwerb - der Input/Interaktion/Output-Schule - mit der Begründung, dass er soziolinguistische Aspekte nicht berücksichtigt.
Es handelt sich also um einen sozialen Ansatz, der den vorherrschenden kognitiven Ansatz ergänzt. Blocks Ansatz besteht im Wesentlichen darin, die Definitionen der einzelnen Teile des Begriffs "Zweitspracherwerb" durchzugehen, was substanzieller ist, als es klingt, um die künftige Forschung auf diesem Gebiet zu erweitern.