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Political Economy and Sociolinguistics: Neoliberalism, Inequality and Social Class
In diesem Buch wird untersucht, wie sich die politische Ökonomie mit der Soziolinguistik überschneidet, insbesondere wie Neoliberalismus, Ungleichheit und soziale Klasse Fragen der Sprache in der Gesellschaft vermitteln. Nach dem Vorwort, in dem der Autor den Rahmen für den Inhalt des Buches absteckt, gibt Kapitel 1 einen umfassenden, wenn auch selektiven Überblick über die soziolinguistische Forschung, die eine politökonomische Ausrichtung hat.
Das Kapitel kommt zu dem Schluss, dass solche Forschungen in der Regel nur wenig gründliche und eingehende Abhandlungen über die Schlüsselideen und konzeptionellen Rahmen enthalten, die ihnen angeblich zugrunde liegen. Vor diesem Hintergrund werden in den Kapiteln 2, 3 und 4 die politische Ökonomie als allgemeiner disziplinärer Rahmen, der Neoliberalismus als die in der heutigen Welt vorherrschende Spielart des Kapitalismus sowie Stratifikation, Ungleichheit und soziale Klasse als kapitalismusimmanente Phänomene, die in der neoliberalen Ära als Schlüsselthemen in den Vordergrund gerückt sind, eingehend diskutiert.
Auf der Grundlage der in den Kapiteln 2 bis 4 dargelegten Hintergründe werden in den Kapiteln 5 und 6 zwei unterschiedliche, von der politischen Ökonomie inspirierte Forschungsrichtungen untersucht: der „neoliberale Bürger“ einerseits und der „diskursive Klassenkampf“ andererseits. Das Buch endet mit einem Epilog, der sich mit Fragen der politischen Ökonomie in der Soziolinguistik befasst.