
The Voice of Technology: Soviet Cinema's Transition to Sound, 1928-1935
Während sich die Filmindustrie rund um den Globus auf die Einführung der Synchrontontechnik einstellte, vollzog sich in der Sowjetunion auch ein kultureller, politischer und ideologischer Wandel von der heterogenen Filmindustrie der 1920er Jahre zur zentralisierten Industrie der 1930er Jahre und von der Avantgarde zum Sozialistischen Realismus.
In The Voice of Technology: Soviet Cinema's Transition to Sound, 1928-1935 untersucht Lilya Kaganovsky die Geschichte, die Praxis, die Technologie, die Ideologie, die Ästhetik und die Politik des Übergangs zum Ton im Kontext größerer Themen der sowjetischen Mediengeschichte. Die Industrialisierung und Zentralisierung der Filmindustrie veränderte die Art und Weise, wie Filme in der Sowjetunion hergestellt wurden, erheblich, während die Einführung des Tons die Rezeption dieser Filme radikal beeinflusste.
Kaganovsky argumentiert, dass die Einführung des Tons die sowjetische Filmindustrie veränderte, indem er zum ersten Mal die Stimme der Staatsmacht hörbar machte, die sich direkt an den sowjetischen Zuschauer wandte. Anhand zahlreicher Filmbeispiele aus dieser Übergangszeit zeigt Kaganovsky, welche Bedeutung die neue Tontechnik für die Produktion und Durchsetzung der "sowjetischen Stimme" hatte.