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The Theory and Practice of Virtue
Viele Studenten der philosophischen und theologischen Ethik haben in letzter Zeit ein erneuertes Interesse an dem, was man eine Ethik der Tugend nennen könnte. Eine solche Ethik konzentriert sich weniger auf das Konzept der Pflicht - oder des Tuns - und mehr auf das Sein.
Im Mittelpunkt einer Tugendethik steht eine Aufteilung des moralischen Lebens, die den Schwerpunkt auf den Charakter und die Charakterentwicklung oder die moralische Erziehung legt. The Theory and Practice of Virtue (Theorie und Praxis der Tugend) stellt eine Reihe zusammenhängender Aufsätze vor, die sich auf die Gedanken so unterschiedlicher Persönlichkeiten wie Josef Pieper, Plato, Lawrence Kohlberg und Martin Luther stützen und die Theorien der Tugend und die praktische Aufgabe, tugendhaft zu sein, untersuchen.
Im Anschluss an seine Überlegungen zu den konzeptionellen Schwierigkeiten der moralischen Erziehung erörtert Meilaender die praktischen Probleme und Gefahren, die mit dem Versuch verbunden sind, Tugend zu lehren, und ganz allgemein die Probleme, die sich ergeben, wenn man eine Ethik, die die Tugend betont, im Rahmen einer Theologie betrachtet, die die Gnade betont. Kapitel, die bestimmten Tugenden und Lastern - dem Laster der Neugier und der Tugend der Dankbarkeit - gewidmet sind, veranschaulichen explizit die zentralen thematischen Anliegen des Buches.