Bewertung:

Das Buch bietet eine kritische Untersuchung der toxischen Kultur im Gaming und stellt das Konzept der Meritokratie in Frage, da es nicht wirklich auf Leistung basiert. Es erörtert, wie das Spielumfeld feindselig sein kann, insbesondere gegenüber weniger qualifizierten Spielern und Randgruppen. Während einige Leser die Argumente überzeugend und aufschlussreich finden, weisen andere sie als zu akademisch oder fehlgeleitet zurück.
Vorteile:⬤ Bietet aufschlussreiche Kritik an der Spielkultur und der Meritokratie.
⬤ Spricht Leser mit unterschiedlichem Hintergrund an, auch Nicht-Spieler.
⬤ Bietet einen zeitgemäßen und zum Nachdenken anregenden Aufruf, sich mit Fragen der Toxizität und Ungleichheit auseinanderzusetzen.
⬤ Enthält gut begründete Kapitel in verständlicher Sprache.
⬤ Diskutiert die Implikationen für eine integrativere Gaming-Community.
⬤ Einige Leser finden das Buch zu akademisch und realitätsfremd.
⬤ Es wird von Spielern angefeindet, die an die traditionelle Leistungsgesellschaft glauben und darin eine Förderung der Ungerechtigkeit sehen.
⬤ In einer Reihe von Rezensionen wird Unzufriedenheit mit dem Schreibstil oder dem Inhalt geäußert und das Buch als „Geschwafel“ oder „Unsinn“ bezeichnet.
⬤ Kritiker argumentieren, dass es die Werte von harter Arbeit und Können im Spiel untergräbt.
(basierend auf 17 Leserbewertungen)
The Toxic Meritocracy of Video Games: Why Gaming Culture Is the Worst
Ein begeisterter Gamer und scharfer Medienkritiker erklärt den negativen Beitrag der Meritokratie zur Videospielkultur - und was dagegen getan werden kann.
Videospiele haben Millionen von Menschen Unterhaltung, Bildung und Innovation gebracht, aber das Spielen hat auch seine dunklen Seiten. Von der tief verwurzelten Frauenfeindlichkeit, die von GamerGate verkörpert wird, bis hin zur endemischen Bösartigkeit missbräuchlicher Spielergemeinschaften hat die Gamer-Kultur ernsthafte Auswirkungen in der realen Welt, die von Morddrohungen bis hin zu sexistischen Branchenpraktiken und rassistischen Verurteilungen reichen.
In The Toxic Meritocracy of Video Games (Die giftige Leistungsgesellschaft der Videospiele) erklärt der Kritiker der neuen Medien und langjährige Gamer Christopher A. Paul, wie der Fokus der Videospiele auf Leistungsgesellschaft diese negative Kultur begünstigt. Paul zeigt zunächst, warum die Leistungsgesellschaft ein wesentlicher Bestandteil des Designs, der Erzählungen und der Werte von Videospielen ist. In Spielen werden in der Regel Fähigkeiten und Techniken aufgewertet, und gängige Videospielpraktiken (wie z. B. das Aufleveln) bauen leistungsorientiertes Denken in die grundlegendsten Prämissen ein. Bei Videospielen wird oft davon ausgegangen, dass die Spielbedingungen gleich sind, aber sie erleichtern die Übertragung von Fertigkeiten von Spiel zu Spiel, wodurch bestimmte Spieler einen eingebauten Vorteil erhalten.
The Toxic Meritocracy of Video Games (Die toxische Meritokratie der Videospiele) zeigt tief sitzende Herausforderungen in der Kultur der Videospiele auf - aber es ist noch nicht alles verloren. Wie Paul argumentiert, haben ähnlich leistungsorientierte Institutionen wie der Profisport und die Hochschulbildung wirksame Mittel gefunden, um ihre eigenen toxischen Kulturen zu lindern, einschließlich aktiver Rekrutierung und Strategien, die Werte wie Zufall, Glück und Serendipität fördern. Diese können auf das Gamer-Universum übertragen werden, so Paul, und letztlich eine vielfältigere, akzeptierende und selbstreflektierende Kultur fördern, die nicht nur für Gamer, sondern auch für Videospiele gut ist.