
Optimizing Play: Why Theorycrafting Breaks Games and How to Fix It
Eine unerwartete Sichtweise darauf, wie Spiele funktionieren, was bei ihnen auf dem Spiel steht und wie Spieleentwickler die Fallen der Optimierung vermeiden können.
Der Prozess der Optimierung in Spielen scheint eine gute Sache zu sein - wer würde nicht den effizientesten Weg finden wollen, um zu spielen und zu gewinnen? Wie Christopher Paul in Optimizing Play argumentiert, kann die Optimierung jedoch manchmal zu einer Tragödie der Allmende führen, bei der Aktionen, die für Einzelne gut sind, den Gesamtzustand des Spiels für alle anderen gefährden. Wie er erklärt, schränken die Spieler das Spiel ungewollt ein, wenn sie auf der Suche nach optimalen Entscheidungen Theorien entwickeln. Der Prozess der Entwicklung einer Meta, d. h. der effektivsten verfügbaren Taktik, strukturiert die Entscheidungsfindung und führt zu einer Stagnation des Spiels. Ein "abgestandenes" Meta erzeugt dann den Eindruck, dass ein Spiel gelöst ist, und kann dazu führen, dass sich die Spieler vom Spiel abwenden.
Auf der Grundlage von Erkenntnissen aus der Spielwissenschaft, der Rhetorik, der Wissenschaftsgeschichte, der Ökologie und der spieltheoretischen Literatur untersucht Paul das Problem der Optimierung in einer Reihe von Videospielen, darunter Overwatch, FIFA/EA Sports FC, NBA 2K, Clash Royale, World of Warcraft und League of Legends. Er geht auch ausführlich auf die Datenanalyse im Sport ein, wo das Problem noch weiter fortgeschritten und noch schwieriger zu lösen ist als in Videospielen, wenn man bedenkt, wie viel Geld Sportteams investieren, um einen Vorteil zu finden. Abschließend gibt Paul konkrete und spezifische Vorschläge, wie Spiele entwickelt werden können, um die durch Amok laufende Optimierung gestellte Falle zu vermeiden.