Bewertung:

Das Buch „The Lost Species“ von Christopher Kemp bietet eine fesselnde Erkundung von Entdeckungen in naturhistorischen Sammlungen, insbesondere wie historische Exemplare zur Identifizierung neuer Arten führen können. Es unterstreicht die Bedeutung von Museumssammlungen für die biologische Vielfalt und den Naturschutz und erzählt gleichzeitig fesselnde Geschichten über wissenschaftliche Entdeckungen. Es wird gelobt, dass der Text leicht verständlich und dennoch informativ ist, so dass er sowohl für Laien als auch für Akademiker interessant ist.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, sehr fesselnd und informativ mit einem fesselnden Erzählstil. Die Leser schätzen die faszinierenden Berichte über die Entdeckung von Arten anhand von Museumsexemplaren und die Bedeutung von naturkundlichen Sammlungen für die biologische Vielfalt. Das Buch vermittelt wissenschaftliche Konzepte auf zugängliche Weise und weckt die Begeisterung für die Natur und die wissenschaftliche Forschung.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, dass das Buch nur einen minimalen Schwerpunkt auf Pflanzenarten hat und Pilze, Algen und Flechten nicht ausreichend behandelt werden. Es wurde angemerkt, dass sich das Buch eher wie eine Sammlung von Geschichten als eine zusammenhängende Erzählung lesen könnte. Außerdem wurden Bedenken hinsichtlich der kritisierten wissenschaftlichen Praktiken geäußert, insbesondere hinsichtlich des Sammelns von Exemplaren, ohne sie anschließend eingehend zu untersuchen.
(basierend auf 22 Leserbewertungen)
The Lost Species: Great Expeditions in the Collections of Natural History Museums
Der winzige, lungenlose Thorius-Salamander aus Südmexiko, dünner als ein Streichholz und kleiner als eine Münze. Der üppig weiß behaarte Saki, ein Baumaffe aus den brasilianischen Regenwäldern. Der Olinguito, ein in den Anden beheimatetes Tier, das teils wie ein Mungo, teils wie ein Teddybär aussieht. Diese fantastischen Arten sind allesamt neu für die Wissenschaft - zumindest wurden sie neu benannt und identifiziert, aber sie wurden nicht in der freien Wildbahn entdeckt, sondern in den Schubladen und Kellern von Naturkundemuseen ausgegraben. Wie Christopher Kemp in The Lost Species enthüllt, verbirgt sich in den Schränken und Lagerräumen von Naturkundemuseen ein Schatz, der nur darauf wartet, entdeckt zu werden.
Mit Kemp als Führer tauchen wir in Museumskeller ein, wühlen uns durch Probenschalen und untersuchen die Schubladen und Gläser von Sammlungen, wissenschaftliche Detektive auf der Jagd nach neuen Arten. Wir entdecken unter anderem Königskrabben aus dem Jahr 1906, nicht identifizierte Vogelspinnen, falsch etikettierte Himalaya-Landschnecken, einen unbekannten, ursprünglich von Darwin gesammelten Rüsselkäfer und einen übersehenen Quietschfrosch. In jedem Fall befanden sich diese Exemplare jahrzehntelang - manchmal länger als ein Jahrhundert - in den Sammlungen der Museen, bevor scharfsichtige Wissenschaftler erkannten, dass sie neu waren. Jedes Jahr stoßen Wissenschaftler in Museumssammlungen auf neue Arten - eine deutliche Erinnerung daran, dass wir nur einen Bruchteil der weltweiten Artenvielfalt benannt haben. Traurigerweise haben einige Exemplare so lange darauf gewartet, benannt zu werden, dass sie aus der freien Wildbahn verschwunden sind, bevor sie identifiziert werden konnten - Opfer des Klimawandels und des Verlusts von Lebensräumen. Wie Kemp zeigt, verdeutlichen diese Geschichten die anhaltende Bedeutung eben dieser Sammlungen.
The Lost Species erzählt anschaulich diese Entdeckungsgeschichten - von den neuesten Informationen über jede Kreatur bis hin zu den Menschen, die sie gesammelt haben, und den Wissenschaftlern, die schließlich erkannten, was sie ausgegraben hatten - und wird viele Museumsbesucher dazu inspirieren, einen Blick hinter die verschlossenen Türen zu werfen und in den Archiven zu stöbern.