Bewertung:

Dark and Magical Places von Christopher Kemp bietet eine faszinierende Erforschung der Neurowissenschaften, die der Navigation zugrunde liegen, und verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit fesselnden Erzählungen. Der Autor präsentiert komplexe Konzepte auf zugängliche Weise und vermenschlicht die Wissenschaft mit Anekdoten und persönlichen Erfahrungen. Die Leser schätzen die Ausgewogenheit von Humor und Information, die das Buch sowohl unterhaltsam als auch lehrreich macht. Einige Leser äußerten jedoch ihre Enttäuschung über das Fehlen von Bildmaterial und kritisierten den Autor für seine Eigenwerbung.
Vorteile:⬤ Fesselnde Erzählung, die Wissenschaft mit persönlichen Anekdoten verbindet.
⬤ Gut geschrieben, humorvoll und informativ.
⬤ Zugängliche Erklärungen komplexer neurowissenschaftlicher Konzepte.
⬤ Aufschlussreiche Erforschung von Navigation und kognitivem Mapping.
⬤ Nicht wertender Ansatz gegenüber Personen, die mit der Navigation Schwierigkeiten haben.
⬤ Fehlende visuelle Darstellungen wie Karten, was einige Leser enttäuschend fanden.
⬤ Einige Leser hatten den Eindruck, dass der Autor Eigenwerbung betreibt und der Inhalt von jedem hätte verfasst werden können.
⬤ In einigen Rezensionen wurde das Buch als langweilig oder nicht lobenswert bezeichnet.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
Dark and Magical Places: The Neuroscience of Navigation
In unseren Köpfen tragen wir eine unendliche und sich endlos entfaltende Karte der Welt mit uns herum. Die Navigation ist eine der ältesten neuronalen Fähigkeiten, die wir besitzen - älter als die Sprache. In Dark and Magical Places begibt sich Christopher Kemp auf eine Reise, um das bemerkenswerte Ausmaß dessen zu entdecken, was unser Verstand zu leisten vermag.
Angetrieben von seinen eigenen räumlichen Unzulänglichkeiten, beschreibt Kemp die Gehirnregionen, die uns im Raum orientieren, und die spezialisierten Neuronen, die dafür zuständig sind. Ortszellen. Rasterzellen. Er untersucht, wie das Gehirn Routen plant, Orientierungspunkte erkennt und dafür sorgt, dass wir einen Raum durch eine Tür verlassen, anstatt zu versuchen, ihn durch ein Gemälde zu verlassen. Von den Geheimnissen der Supernavigatoren wie den einheimischen Jägern des bolivianischen Regenwaldes bis hin zu den verwirrenden Umgebungen, die von Menschen mit Ortsblindheit bewohnt werden, zeigt Kemp die unzähligen Möglichkeiten auf, wie wir unseren Weg finden, und erklärt die neuesten neurowissenschaftlichen Erkenntnisse, die dahinter stehen.
Wie navigierten die Neandertaler? Warum kommen selbst erfahrene Wanderer vom Weg ab? Welche räumlichen Fähigkeiten haben wir von unseren Eltern geerbt? Wie können sich Smartphones und unsere Abhängigkeit von GPS-Geräten auf unser Gehirn auswirken? In fesselnder, mitreißender Sprache enträtselt Kemp die Geheimnisse der Navigation und stellt eine Verbindung zwischen den komplexen Funktionen des Gehirns und den Auswirkungen von Krankheiten wie Alzheimer, Amnesie und traumatischen Hirnverletzungen auf unsere Wahrnehmung der Welt um uns herum her.
Ein Buch für jeden, der sich schon einmal gezwungen gefühlt hat, sich abseits der ausgetretenen Pfade zu bewegen, Dark and Magical Places ist eine mitreißende Erinnerung an die Schönheit, sich in seiner Umgebung zu verlieren. Und die Schönheit zu verstehen, wie unser Gehirn uns nach Hause führen kann.