Bewertung:

Das Buch bietet eine aufschlussreiche Untersuchung des Kastensystems im kolonialen Mexiko des 18. Jahrhunderts, begleitet von Fotos und Kommentaren. Einige Leser bemängeln jedoch die Qualität der Ausgabe und ihre wissenschaftlichen Beiträge.
Vorteile:⬤ Bietet detaillierte Informationen und Antworten über das Kastensystem
⬤ enthält zahlreiche Fotos mit Kommentaren, die das Verständnis verbessern
⬤ sehr empfehlenswert für Genealogen und Leser, die von diesem Thema fasziniert sind.
⬤ Einige Ausgaben sind von schlechter Qualität
⬤ es fehlt ein substanzieller wissenschaftlicher Beitrag
⬤ es wird empfohlen, andere Werke für umfassendere Einblicke zu suchen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Imagining Identity in New Spain: Race, Lineage, and the Colonial Body in Portraiture and Casta Paintings
Mit einem interdisziplinären Ansatz, der auch juristische, literarische und religiöse Dokumente der Epoche berücksichtigt, konzentriert sich Magali Carrera auf Porträts und Casta-Gemälde des 18. Jahrhunderts, um zu verstehen, wie die Menschen und Räume in Neuspanien konzeptualisiert und visualisiert wurden.
Gewinnerin des Buchpreises der Association of Latin American Art, 2004
Als Reaktion auf die steigende Zahl von Mischlingen (Spanier, Indianer und Schwarzafrikaner) in der Kolonie Neuspanien versuchte die spanische Bourbonenregierung im 18. Jahrhundert, ihre kolonialen Untertanen durch eine zunehmende soziale Regulierung ihrer Körper und der von ihnen bewohnten Räume zu kategorisieren und zu kontrollieren. Der Diskurs über calidad (Status) und raza (Abstammung), auf dem diese Regelungen beruhten, fand auch in der visuellen Kultur Neuspaniens seinen Ausdruck, insbesondere in der einzigartigen Gattung der casta-Gemälde, die vorgaben, diskrete Kategorien von Mischlingen darzustellen.
Mit einem interdisziplinären Ansatz, der auch juristische, literarische und religiöse Dokumente der Epoche berücksichtigt, konzentriert sich Magali Carrera auf Porträts und Casta-Gemälde des 18. Jahrhunderts, um zu verstehen, wie die Menschen und Räume in Neuspanien konzeptualisiert und visualisiert wurden. Sie erklärt, wie diese visuellen Praktiken einen scheinbaren Realismus betonten, der koloniale Körper - Elite und Nicht-Elite - als bekannt und sichtbar konstruierte. Gleichzeitig argumentiert sie jedoch, dass die chaotische Besonderheit des Lebens und der Lebensbedingungen im Neuspanien des 18. Jahrhunderts die Illusion von sozialer Ordnung und Totalität, die in der visuellen Kunst vermittelt wurde, widerlegte. Sie kommt zu dem Schluss, dass die dem kolonialen Körper und seinen Räumen innewohnende Ambiguität letztlich alle Träume von Ordnung ins Chaos stürzte.