Bewertung:

Das Buch „Restoring the Goddess“ kritisiert die von Männern dominierten Religionen, insbesondere das Christentum, und fördert die Verehrung des weiblichen Göttlichen. Es bietet Einblicke in den historischen Kontext der Religionen und verdeutlicht die Abkehr vom Göttinnenglauben hin zur patriarchalischen Verehrung. Die Leser schätzen die lehrreichen Aspekte und den zum Nachdenken anregenden Inhalt, während andere den Ton und die Herangehensweise an patriarchalische Religionen kritisieren.
Vorteile:⬤ Bietet eine lehrreiche Kritik an den Religionen mit männlichen Gottheiten, insbesondere dem Christentum.
⬤ Bietet zahlreiche Zitate für weitere Studien.
⬤ Befasst sich mit historischen Perspektiven, die viele als erfrischend und aufschlussreich empfinden.
⬤ Ermutigt zur Erforschung des göttlich Weiblichen und spricht damit diejenigen an, die Alternativen zu patriarchalischen Ansichten suchen.
⬤ Viele Leserinnen und Leser erfreuen sich an den Zitaten und Zeugnissen, die die Sichtweise von Frauen auf die Göttinnenverehrung widerspiegeln.
⬤ Einige Leser empfinden den Text als belehrend oder negativ.
⬤ Das Buch könnte den Eindruck erwecken, einen extremen Standpunkt zu vertreten, indem es sich stark auf die Kritik an patriarchalischen Religionen konzentriert, ohne deren Komplexität anzuerkennen.
⬤ Einige Erfahrungsberichte können misandristische Gefühle zum Ausdruck bringen, was die Leser abschrecken kann.
⬤ Kritiker bemängeln, dass es an strenger wissenschaftlicher Unterstützung mangelt und Mythen über antike matriarchalische Gesellschaften verbreitet werden.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
Restoring the Goddess: Equal Rites for Modern Women
"Am Anfang, in der Zeit, die keine Zeit war, gab es nichts außer dem Schoß. Und der Schoß war ein grenzenloser dunkler Kessel aller potentiellen Dinge: eine chaotische Blutsuppe aus Materie und Energie, flüssig wie Wasser und doch schlammig-fest mit den Salzen der Erde; rotglühend wie Feuer und doch rastlos aufgewühlt und brodelnd mit allen Winden.
Und der Schoß war die Mutter, bevor sie Gestalt annahm und dem Dasein Form gab. Sie war die Deep...." Mit dieser dramatischen, poetischen Neufassung des Genesis-Mythos beginnt Barbara Walker dieses höchst originelle und faszinierende Werk, das sowohl eine scharfe Kritik an der patriarchalischen Religion als auch einen kühnen Vorschlag für eine befreiende Alternative zum jüdisch-christlichen Mythos darstellt. Sie entwirft eine Religion und eine Spiritualität, die mit der wesentlichen Rolle der Frau in der Gesellschaft vereinbar ist und frei ist von all dem Aberglauben und der erniedrigenden Symbolik, die für die traditionelle, von Männern dominierte Religion charakteristisch sind.
Anstelle der Theologie schlägt sie eine "Thealogie" vor, die das akademische Studium des Gotteskonzepts durch ein bodenständiges "Wissen der Göttin" ersetzt - ein Wissen, das das wissenschaftliche Verständnis des Universums einbezieht und die symbolische Natur religiöser Konzepte und die psychobiologischen Grundlagen der Religion anerkennt. Unter Ablehnung der transzendenten Gottheit der patriarchalischen Religion würde die Thealogie eine immanente Personifizierung des realen Universums verehren, insbesondere der heiligen Erde, der einzigen uns bekannten Quelle des Lebens.
Walker erinnert an die weit verbreitete Verehrung einer Muttergöttin zu Beginn der Zivilisation und plädiert für eine Wiederbelebung dieser ursprünglichen religiösen Empfindung, die die Fruchtbarkeit der Erde und die angeborene Kraft der Frau, neues Leben zu gebären, feierte. Walker zeigt, dass Frauen diese uralte Form der Spiritualität bereits wiederentdecken und die moderne Religion neu definieren, um der neuen Wertschätzung der Frauen für ihre Rechte und der langen Geschichte der männlichen Dominanz gerecht zu werden.